5. Juni 2010
5. Juni 2010
2. Juni 2010
Wolfgang Joop, Deutschlands weltweit erfolgreichster Designer von Dekompressionsstrümpfen, beteiligt sich an dem angeschlagenen Unterwäschehersteller Schiesser. Der Börsengang ist geplant, eine Notierung im Entry Standard (vielleicht mit Seiteneingriff), wäre sinnvoll. Die Zugehörigkeit zum Börsensegment Small-Cap hingegen erscheint schwierig, würde doch der Name negativ auf die männlichen Träger der Schiesser-Unterwäsche „abstrahlen“. Ganz zu schweigen von Schiesser-Aktien als Micro-Cap. Allerdings: Freiverkehr mit Schiesser wäre ein Traum! Wie Joop mit den Transparenzpflichten umgeht, wird seine erste Schiesser Kollektion zeigen.
Wunderbar das Zitat aus der FTD von Insolvenzverwalter Grub: “Herr Joop kann Schiesser einen tollen Input geben“. Wir jedenfalls vertrauen der Unterwäsche von Schiesser auch weiterhin unseren „Input“ an.
29. Mai 2010
24. Mai 2010
Anke Schipp schreibt einen netten Artikel über Pringle in der FAZ: “Pringle of Scotland ist ähnlich wie die Trenchcoatmarke Burberry ein britisches Kulturgut. Gegründet wurde sie 1815 von Robert Pringle in dem schottischen Städtchen Harwick. Zunächst wurden Strümpfe und Unterwäsche gefertigt, später stieg man auf Pullover um. Als eine der ersten Firmen in der Strickindustrie heuerte sie einen Designer an. Otto Weisz entwarf das berühmte Argyle-Muster mit den an schottische Karos erinnernden diagonalen Rauten, das unter anderem vom Herzog von Windsor getragen wurde”.
Übrigens: Danke Marius!
19. Mai 2010
Der Streetstyle-Guru Scott Schuman, bekannt als The Sartorialist, ist auf Europa-Tour. Nur diesmal nicht in den Metropolen, sondern auf der grünen Wiese in Outlett-Centern. Anlässlich der „Chic Tour of Europe“ weilt Schuman heute im Wertheim Village.
Das Outlett liegt zentral an der A3 mitten im grünen Nichts. Der Großmeister des Stils stellt sich und einigen Bloggern hier interessanterweise die Frage nach dem schmalen Grad zwischen „Community” und “Commerce“. Den hat er aber schon längst verlassen und ist schnell auf dem Money-Highway unterwegs, sonst ließe er sich ja wohl kaum mit den Label-Verramschern ein. Wir sind gespannt, welche schönen Menschen in runtergepreisten Ladenhütern er aus dem Wertheim Village auf seinem Blog zeigen wird.
17. Mai 2010
Slow-Wear ist ja auch ein Fan-Club der wenigen kompetenten inhabergeführten Herrenausstatter in Deutschland. Wir beobachten die possierlichen Besitzer und ihre stetes Bemühen um Qualität und Service mit allergrößtem Wohlwollen. Doch wenn sich diese bedrohte Spezies vor dem endgültigen aussterben retten will, dann muss Kunden künftig mehr als Schaufensterdeko und Verkaufsraum geboten werden. Die Verkaufs- und Handelslandschaft wandelt sich und Kunden, die jünger als 60 sind, erwarten zunehmend von dem Händler Ihres Vertrauens auch eine gewisse Kompetenz in Umgang und Nutzung der „Neuen“ Medien. Merke: Schon heute werden in Deutschland 5 Milliarden Euro Umsatz mit dem Verkauf von Bekleidung im Internet gemacht – Tendenz steigend.
Während zu Beginn des Internetzeitalters das digitale Spielfeld nur von Massenmarken und deren Handelspartnern genutzt wurde, ist heute auch das schönste sartoriale Highlight über das Netz verfügbar. Shoppinplattformen wie yoox oder stylebop bieten vieles via Internet, was die geschätzten Herrenausstatter nur im Regal oder auf dem Bügel zeigen, Selbst Ebay bietet eine größere Online-Auswahl als unsere Ritter des guten Zwirns. (Weiterlesen…)
16. Mai 2010
Aus Sentimentalität bei Knize einen Einkauf getätigt. Geschäft hat den Charme eines Oxfam- Ladens, Personal eher ahnungslos, die stark blondierte Kassiererin trägt viel Swarowski-Tand. Krawatte (made in Hamburg!) und Einstecktuch fliegen unverpackt in die Tüte, obendrauf Knize 10 – A.E.I.O.U. gilt nicht mehr.
Der Wiener Volkscharakter hat zwei Triebfedern des Stillstandes, die, scheinbar einander entgegenstrebend, schließlich doch eine Einheit ergeben: Der Schiebidenneteean-Wille paart sich mit der Stehteenettafür-Skepsis und es entspringt die Lekmimoasch- Absage (Karl Kraus).
11. Mai 2010