18. Dezember 2013

Vorwärts nach vorgestern

by G. B.

Am Ende des Jahres machen wir uns so unsere Gedanken über die Zukunft des Einzelhandels. Wie seit Jahren ist bereits in der Vorweihnachtszeit das Sale-Fieber ausgebrochen und die Preise fallen zwischen 30 und 50% auf alles (ausser Tiernahrung). Ein Business, das offenbar nur mit Preisreduzierungen noch seine Kunden findet, lässt aber erhebliche Zweifel am Geschäfts –oder Preismodell aufkommen. Die wenigen Herrenausstatter haben es leider über die Jahre versäumt, ihren einstmaligen Wettbewerbsvorsprung, der im wesentlichen aus Know-how, Erfahrung, solidem Kundenstamm, ausgezeichneter Kenntnis von Produkten und Herstellern und sicherem Geschmack besteht, dauerhaft zu halten.

Gleichzeitig mit kontinuierlich steigenden Preisen für eher unbekannte aber dafür handwerklich gut gemachte Produkte hat der Handel seine verkäuferische Kompetenz nicht verbessern können. Kosten für ein komplettes Outfitt auf Kleinwagen-Niveau, ein alternder Kundenstamm, volle Lager, ausbleibende Neukunden, sterbende oder größenwahnsinnige Hersteller und ein scharfer Wettbewerb von „exklusiven“ Kaufhäusern und Internetanbietern lassen die einstigen Stars am Herrenbekleidungshimmel heute alt aussehen.

Neue Geschäftsmodelle oder zumindest eine Kombination aus stationärem Handel und Internetpräsenz sind kaum zu finden, stattdessen gehen viele der ehemaligen „Stilbestimmer“ heute wieder zurück zu alten Marken und so halten Boglioli-Anzüge, Cohen-Hosen und Fay-Mäntel – die es in jedem Eckerle- oder Ulli Knecht-Laden in den Fußgänger-Zonen der Republik auch gibt -  Einzug in die Regale. Ein fragwürdiges Comeback, denn damit geht dann auch noch das schöne differenzierende Distinktionsmerkmal einer alternativen und labelfreien Warenwelt verloren.

Diese Rolle rückwärts beschädigt natürlich auch die wenigen kleinen Hersteller, die demnächst ohne Handel in Deutschland auskommen müssen. Vielleicht ist der Handel ja tatsächlich ein Auslaufmodell, dem die kalte Hand des Marktes jetzt die Augen zudrückt, aber wer versorgt uns dann in Zukunft mit interessanten Produkten?

Die Reste der Warenwelt, über die Slow-Wear seit Jahren berichtet, brauchen zum Überleben keine innerstädtischen Verkaufsräume mit allerlei Design und ästhetischer Wichtigtuerei.  Sie brauchen auch nicht länger den Handel und dessen Preisbestimmungsmonopol, benötigt wird einzig der Zugang zum Kunden. Angesichts der Besonderheit der Waren muss es ein persönlicher sein, denn Passform, Verarbeitung und Haptik spielen hier immer eine große und wichtige Rolle. Für Kunden soll mit einem neuen Geschäftsmodell nicht nur der Zutritt zu einer spannenden Warenwelt erhalten bleiben, vielmehr muss auch ein marktfähiges Preismodell entwickelt werden, denn nur so können neue Interessenten gewonnen werden.

28. November 2013

Haartz 2.0

by G. B.

Die gute Nachricht des Tages: Wir lesen heute in der Süddeutschen Zeitung, dass Sony einen Patentantrag für die „Smarte Perücke“ eingereicht hat. Hinter „Smart wig“ verbirgt sich eine Art Präsentations-Toupet mit dem sich eine Präsentation steuern lässt oder das während eines Vortrags den Blutdruck seines Trägers misst. Selbstverständlich lässt sich der Perückenträger auch via externer Kamera steuern, super wenn Papi beim Einkauf wieder das Regal mit den Bohnen nicht findet, Mutti steuert ihn mit den Sensoren unterm Pony zum Ziel.

Millionen Freunde der Zweitfrisur können jetzt aufatmen: nicht länger sind sie glatzige Toupet- sondern zeitgeistige Technologie-Träger. Danke Sony.

22. November 2013

Palermo: Kugelhagel – Der Anzug sitzt

by G. B.

20. November 2013

Neuer Designer bei Louis Vuitton

by G. B.

Marc Jacobs geht …

10. November 2013

Da haben Spieler auf dem Spielfeld gestanden, gestandene Spieler

by G. B.

Unter dem Titel „Football Styler“ ist ein Buch von Thomas Lötz erschienen. Der Autor stellt uns die großen Stilikonen des Rasensports der letzten 40 Jahre nicht am Beispiel ihrer Drippelkünste, sondern anhand ihres stilprägenden Einsatzes vor.

Auch das war vor der großen ästhetischen Komerzialiserung irgendwie besser, heute stylt Dolce & Gabana den AC Mailand und Versace präsentiert seine verschnittenen Kreationen in Zukunft an der Tatoo-Truppe von Real Madrid. Es gilt auch hier die alte Weisheit: Aus einem Esel wird auch in Paris kein Pferd”.  Wir halten es zudem mit George Best: “I spent 90 percent of my money on women, drinking and fast cars. The rest I wasted.”

4. November 2013

November Rain

by G. B.

In Kooperation mit dem Regenschirmspezialisten Doppler hat der Lodenhersteller Leichtenfried einen Regenschirm aus sogenanntem „Rainloden“ – einem Schafswollstoff mit spezieller Beschichtung – entwickelt. Handgefertigt in Österreich halten die Lodenschirme nicht nur dem stärksten Regen stand, sondern sind mit einem Stock aus Kastanienholz auch ein eleganter Begleiter bei schlechtem Wetter.

30. Oktober 2013

Reden ist Schweigen und Silber ist Gold

by G. B.

Nachdem unsere Rezension des textilen Besinnungsaufsatzes „Was Mann trägt“ in der vergangenen Woche ja zu einigen Entrüstungsstürmen in Form von Kommentaren oder Einträgen in Foren geführt hat, wollen wir uns heute zum gleichen Thema (anderer Autor) gerne mal mit fremden Federn schmücken. Alexander Marguier befasst sich in Cicero unter dem Titel „Modetipps wie bei Monty Phyton“ mit dem „Stilratgeber“ Thomas Rath.

Wir zitieren: „Tatü, tata, die Stil-Polizei ist da! Mit grell blinkendem Blaulicht und überlautem Martinshorn drängeln und quengeln sich die Beamten des angeblich guten Geschmacks durch die deutsche Medienlandschaft, um allenthalben arglose Passanten zu ermahnen: „Wie lauft Ihr denn hier rum? Zieht Euch gefälligst richtig an! Geht ja wohl gar nicht!“

An jeder Ecke lungern maßregelnde Mode-Oberlehrer herum, die mit erhobenem Zeigefinger angelaufen kommen, sobald sie jemanden entdecken, der die falschen Schuhe zur falschen Hose trägt. Dann wird gejammert und lamentiert von wegen, die Deutschen hätten einfach keinen Geschmack und wie überlegen doch der italienische Mann seinen teutonischen Artgenossen in Kleidungsfragen sei. Die gescholtenen Mode-Ignoranten blicken sogleich peinlich berührt an ihren schlecht sitzenden Anzügen von der Stange herunter und nehmen demütig ihre Lektion entgegen. Schlimm genug, dass dieses Reiz-Reaktions-Schema in unserem Land immer noch funktioniert. Noch viel schlimmer aber ist die Auswahl jener, die als selbsternannte Dressing-Fachleute ihre seit Jahren immer gleichen Dressur-Nümmerchen vollführen.

n letzter Zeit tut sich auf diesem Gebiet besonders penetrant ein gewisser Thomas Rath hervor, dessen Qualifikation darin besteht, Juror in einer Casting Show von Heidi Klum sowie Trainee bei einer unterfränkischen Bekleidungsfirma gewesen zu sein. Vergangene Woche sah ich ihn in der NDR-Talkshow, jetzt ist auch noch sein Buch „Der Fashion Rath für den Mann“ auf meinem Schreibtisch gelandet. Der Mann hat Erfolg, das sei ihm gegönnt. Allerdings habe ich Thomas Rath im Verdacht, dass es sich bei ihm in Wahrheit um Hape Kerkeling handelt, der unter falschem Namen einen Stil-Experten parodiert. Jedenfalls erinnerte sein geckenhafter Auftritt im NDR stark an „Brüno“, Sacha Baron Cohens Ulkfigur eines homosexuellen Modejournalisten aus Österreich.

Als Begleittext für diese Satire ist „Der Fashion Rath für den Mann“ absolut lesenswert, hier versammeln sich nämlich auf engem Raum sämtliche Stil-Blüten, die dieses Genre je hervorgebracht hat. Dass der Autor seine Leser noch dazu permanent duzt, ist absolut konsequent, denn für sie ist die Rolle der Fleißkärtchen sammelnden Grundschüler vorgesehen. Womöglich stand aber auch der familiäre Ikea-Jargon des schwedischen Möbelhauses mit seinen pfiffigen Einrichtungsideen Pate; ästhetische Parallelen sind jedenfalls unverkennbar.

So schreibt uns Thomas Rath beispielsweise folgende schöne Weisheit ins Stammbuch: „Wer zu bunt herumläuft, wird schnell als Paradiesvogel abgestempelt, was häufig ungerechtfertigt ist, weil dieser Stempel von manchen Zeitgenossen eindeutig zu oft und vorschnell verwendet wird. Wer aber alles nur Ton in Ton trägt, wirkt trotz modischer Schnitte schnell altmodisch, spießig und schlicht wahnsinnig boring.“ Noch ein buntes Teelicht fürs weiße Billy-Regal gefällig?“ Zitat Ende.

Wir sind gespannt, wann Boris Becker, Til Schweiger, Oliver Kahn oder Klaus Wowereit mit neuen „Büchern“ zum Thema Stil und Bekleidung die deutsche Literaturlandschaft bereichern.

21. Oktober 2013

Entfernen Sie punktuelle Verschmutzungen auch nur punktuell

by G. B.

Wir freuen uns immer über jede Initiative zur Verbesserung des Erscheinungsbildes der männlichen Teutonen. Leider sind ja die meisten diesbezüglichen Projekte von einer guten Portion Ahnungslosigkeit, quälender Langeweile, Oberlehrerhaftigkeit und vor allem von steter Wiederholung der ewig gleichen Lehrsätze geprägt.

Der Beck-Verlag hat uns nun ein Buch mit dem Titel „Was Mann trägt. Gut angezogen in 12 Schritten“ zukommen lassen, wir wollen die Erkenntnisse zu diesem Buch auch unserer geneigten Leserschaft nicht vorenthalten. Positiv: Die Idee des Buches, wesentliche Bestandteile einer Einsteiger-Garderobe für die meisten Anlässe zu definieren, ist gut, wenn auch nicht sonderlich neu.

Die Lektüre der Einlassungen des Autors ist von Beginn an recht zäh. Uns überrascht der manierierte Stil des (jungen) Schreibers, gepaart mit dem Ausbleiben jeglichen Sprachwitzes und limitierten Fähigkeiten das Thema in ansprechender Weise in Worte zu fassen. Der Lehrer-Ton gemahnt uns an die Kochbücher unserer baltischen Großmutter: Eingedenk der vermutlich eher jungen Zielgruppe stellen wir uns die bange Frage, warum muss ein Autor, der gerade mal Mitte zwanzig ist, einen derart langweiligen Sprachstil zu Papier bringen. Dazu kommen dann noch Stilblüten wie „der Fachhandel fällt der Krawatte in den Rücken oder „Socken … zeigen auch beim Sitzen immer etwas Haut und Haar zwischen Sockenende und Hosensaum – ein Look, der noch niemanden gut zu Gesicht gestanden hat“, unser Favorit: „Entfernen Sie punktuelle Verschmutzungen auch nur punktuell“. Und als wäre das nicht schon ausreichend bedenklich, präsentiert sich das Layout stark einfallslos und die Illustrationen erinnern eher an einen Rorschach-Test.

Ermüdend wortreich mäandert sich der Autor durch das Thema Blauer Anzug, gibt biedere Farbempfehlungen für Hemd, Krawatte, Strumpf, Schal und Pullover und verziert obendrein beinahe jedes Kapitel mit Waschanleitungen, die selbst Klementine neidisch machen würden. Zusätzlich versetzen Einleitungen wie „Man möchte meinen“ oder „Wie bereits gesagt“ – hier stets gefolgt von der anschließenden Wiederholung des bereits Gesagten – den Leser in einen Zustand anhaltender Langeweile. Warum ausgerechnet der Trenchcoat – vorgestellt mit der x-Mal gehörten Schützengraben-Anekdote – ein wichtiger Bestandteil der täglichen Garderobe sein soll, bleibt das Geheimnis des Autors.

Insgesamt ist das Buch aus unserer Sicht zu sehr geprägt von Mutlosigkeit und Unsicherheit, die ausufernd  mit Ingenieurswissen, Anekdötchen und „Fragen Sie Frau Barbara“-Diktion – kaschiert werden sollen. Will der Autor  Legionen von Businessuniformierten in blauen Anzügen mit braunem Derby am Fuß, hellblauem Hemd und mittelgrauer Krawatte, plus Trenchcoat heranziehen? Und der weidlich bekannte und enorm ausführlich geschilderte verspießerte Freizeitlook mit Chino und x-Braunen Pullover ist ja selbst für die Generation der Silversurfer keine Option mehr. Die Auslassungen zum Thema Jeans, die vom Träger „planvoll“ und „informiert“ eingesetzt werden sollen, lesen sich daher auch so anregend wie die Speisekarten eines Seniorenheimes.

Übrigens: Wer mit kleinem Budget vernünftige Qualität erwerben will, der geht doch nicht in ein „Kaufhaus“, sondern zum Schlussverkauf des Herrenausstatters, oder gar ins Internetz – und auch nicht ganz undenkbar: in eines der euphemistisch „Outlets“ genannten Shopping-Ghettos auf der grünen Wiese.

Wir finden es gut, wenn junge Männer sich dem Thema Kleidung und dem, was damit zu tun hat, zuwenden. Aber die Wiederholung der Wiederholung, vorgetragen in einer Vorstandsvorsitzenden-Verkleidung und mit bedeutungsvollem Literaten-Füllfederhalter in der siegelberingten Hand, wirkt auf uns nicht so zeitgemäß. Fazit: Seit Herrn Roetzels Buch hat es leider kein Autor mehr geschafft, zum Thema Herrenbekleidung mal was wirklich Neues oder zumindest Spannendes zu erzählen und auch in stilsicherer Optik zu „verpacken“.

 

 

 

17. Oktober 2013

Grau und ohne Schnalle – Texten auf Knöchelhöhe

by G. B.

Wir lesen in der Zeitschrift Cicero gerne allerhand wortwitziges und intelligentes. Ausnahme: Unter dem Titel „Stilfrage“ fabuliert Alexander Grau über dies und das zum Thema Bekleidung und Accessoires. Angeblich ist er, so steht es geschrieben, zuständig für guten und schlechten Geschmack.

Nun lesen wir unter dem Titel „Chelsea oder Jodhpur?

„Knöchelhohe Stiefeletten sind momentan wieder sehr im Trend. Doch die Wahl mag reiflich überlegt sein. Was es genau zu beachten gilt, erklärt unser Stilexperte Alexander Grau“

Nach 100 Meter Text ohne Richtung ringt sich der Stiefeletten-Experte dann auch noch das ab:

„Bleibt die Frage: Chelsea oder Jodhpur? Meine persönliche Meinung: Chelsea. Begründung: keine wirkliche, eher ein sehr subjektives Empfinden. Chelsea Boots, je nach Bau- und Machart, können sowohl eleganter als auch sportlicher sein. Sie eignen sich sowohl für eher formale Kleidung als auch für den klassischen Casual Look.

Jodhpurs hingegen sehen für den modernen Zeitgenossen immer etwas aus wie elegantere Motorradstiefel. Ihren Auftritt martialisch zu nennen wäre sicher übertrieben, dennoch haftet ihnen etwas Abweisendes an. Aber vielleicht spiegelt sich in dieser Einschätzung auch nur meine ganz persönlich Abneigung gegen Schuh mit Schnallen – auch für Monks bin ich nur schwer zu begeistern.

Auf jeden Fall sollte gelten: Wenn Jodhpur, dann zumindest nicht schwarz. In klassischem Kastanienbraun hingegen sehen Jodhpurs fantastisch aus – keine Frage. Damit löst sich auch das Problem der Kombination. Jodhpurs verlangen einfach nach einer sportlichen Rahmung, nach Chinos oder Jeans.

Klassische Chelseas hingegen sind schwarz. Allerdings gibt es sie auch in allen Brauntönen, in Beige und Blau und was sonst noch so möglich und unmöglich ist. Chelsea Boots machen sich zudem auch gut in Wildleder. Das ist zwar nicht stilecht, aber was will man schon sagen, wenn diese Variante sogar von einem Traditionshaus wie Tricker’s angeboten wird? Dort, wie bei anderen Herstellern, hat seit Jahren auch die lustige Marotte Einzug gehalten, den Gummieinsatz möglichst kontrastreich zu färben: in Lila, Knallgelb, Rot oder Giftgrün“

Die Abneigung gegen Schuhe mit Schnallen ist sicherlich eine einfach zu therapierende Neurose – aber warum muss die verbale Couch dafür bei Cicero stehen?

14. Oktober 2013

An ihren Phrasen sollt ihr sie erkennen!

by G. B.

Wir zitieren einen Artikel von Alfred Tong aus dem „Telegraph“. Herr Tong beschäftigt sich dankenswerter Weise mit dem Thema „menswearspeak“, also mit aufgeblasenen Begriffen aus der Textilbranche, die angeblich Produkte determinieren sollen, letztlich aber nur laue Verkaufsförderungsrhetorik sind. Also: Hefte raus, Diktat.

Herr Tong ist übrigens Autor des Buches „The Gentleman’s Handbook

ICONIC

Menswearspeak meaning: Anything that’s really, really good.

Real-world meaning: Steve McQueen is a men’s style icon. A Rolex Oyster is an iconic watch. An icon is a one-off, an example of something that is the very best in its category. But like, “bespoke”, it is now used in almost any context where the brand, designer or journalist needs to be make something sound good but has run out of ideas.

HERITAGE

Menswearspeak meaning: The product has a supposed long and colourful history, which makes 1) a product worthy of an inflated price tag and 2) its press release easier to write.

Real-world meaning: Most recently revived “heritage brands” are in fact a “zombie brands” – defunct companies without any tangible assets other than an archive, an English sounding name and a once glorious past. Most haven’t made anything for ages. More often than not they’ve been raised from the dead by a hedge fund or fashion conglomerate to cash in on the “heritage” trend. When a brand starts going on about its heritage, you can be sure it’s run out of ideas.

MADE IN ENGLAND

Menswearspeak meaning: This shoe/bag/jacket is made in England in a “heritage” brand’s factory by little old ladies. Talk about “provenance”!

Real-world meaning: Apart from few exceptions it means that a garment has met the minimum statutory requirement to allow the manufacturers to stick a “Made in England” label on it, even though it was mostly “made” elsewhere.

BESPOKE

Menswearspeak meaning: Almost anything that has been made, altered or ever so slightly tweaked by a real-life flesh-and-blood human being. Ergo: expensive.

Real-world meaning: The traditional Savile Row meaning of “bespoke” is a suit made from scratch, by hand, according to a client’s measurements. It was rendered meaningless by the British Advertising Standards Authority when it ruled that “bespoke” could refer to, well, almost anything. So now you get ‘bespoke’ pipefitters.

BESPOKE-ABLE

Menswearspeak meaning: Though this product is not necessarily hand-crafted per se, it has the potential to be tweaked, poked and recrafted to perfectly suit your individual tastes and requirements.

Real-world meaning: They’re making it up as they go along.

CONTEMPORARY FIT

Menswearspeak meaning: Some serious design thought has been put into making sure that the cut of this particular suit, shirt or trouser is new, original and of the moment. That’s why you’re paying extra.

Real-world meaning: It’s a bit tight, isn’t it?

CLASSIC FIT

Menswearspeak meaning: These clothes are cut to suit those with more classic, gentlemanly and refined tastes – sophisticates who don’t go in for all that new-fangled tight contemporary stuff.

Real-world meaning: Huge shirts and suits that billow out like a hot-air balloon, designed to fit fat, middle-aged men.

SKINNY FIT

Menswearspeak meaning: More youthful and current than a contemporary fit, for the perfect on-trend male silhouette.

Real-world meaning: Call an ambulance. I can’t feel my legs.

GOODYEAR WELTED CONSTRUCTION

Menswearspeak meaning: A shoe made with “Goodyear welted construction” is of the highest quality.

Real-world meaning: “Goodyear welted construction” is the name of manufacturing process which allows a shoe’s soles to be easily replaced many times over. That is all. It is not a mark of quality and neither is it exclusive to Britain. Some heritage shoe brands with English sounding names use “Goodyear welted” to give overpriced shoes made with cheap leather the veneer of quality.

CLASSIC WITH A TWIST

Menswearspeak meaning: An ingenious update of traditional items of clothing, with the addition of unusual colours and eccentric design flourishes.

Real-world meaning: A tired, once popular item of clothing that has been spiced up with superfluous details to hide the fact that it’s generic and overpriced. Examples include: brightly coloured stitching on the lapel of a jacket, elbow patches on cardigans and loafers with three tassels. This is the sartorial (see below) equivalent of a turnip that’s been carved into the shape of a lotus flower on a plate of Chinese food – decorative but entirely devoid of taste.

SARTORIAL

Menswearspeak meaning: No one really knows. But it looks smart, yeah?

Real-world meaning: Sartorial comes from the Latin word “sartor” meaning tailor. It is now a catch-all term describing a look which consists of any of the following – tight suit, pocket square, short trousers, beard, moustache, NHS style glasses, bow tie, brogues.

DANDY

Menswearspeak meaning: An exceptionally well dressed man.

Real-world meaning: Anyone wearing any combination of the following – tight suit, pocket square, short trousers, beard, moustache, NHS style glasses, bow tie, brogues. Any manner of sartorial buffoonery now makes you a “dandy”, or even worse a “modern dandy”.

DAPPER/DASHING/DEBONAIR (see “dandy”, above)

SHARP

Menswearspeak meaning: A neatly dressed man in a slim-cut suit.

Real-world meaning: See that bloke there? Yes, the one who looks like an estate agent. His suit’s a couple of sizes too small, isn’t it?

LAYERING

Menswearspeak meaning: Layering is a totally new concept in “sartorial” dressing for the “sharply dressed” “dapper” “dandy”.

Real-world meaning: If it’s cold, wear a jumper over a shirt. If it rains, wear a raincoat. If it’s really cold, wear a shirt, a jumper and a coat, one on top of the other.

COLOUR BLOCKING

Menswearspeak meaning: Totally current colour trend for the modern dandy who wants to be noticed.

Real-world meaning: An explosion in an Italian ice-cream factory.

BANG ON TREND

Menswearspeak meaning: Everyone wants it.

Real-world meaning: What are you? A sheep?

 

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