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	<title>SLOW WEAR &#187; Hier schreibt Edelardo Feinolini</title>
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	<description>Slow Wear - Das unabhängige Forum für Individualität, Eigensinn, Qualität und Stil</description>
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		<title>Ich Tarzan Du Jane</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 06:56:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>G. B.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hier schreibt Edelardo Feinolini]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir lesen in der von uns sehr geschätzten Textilwirtschaft unter dem Titel „Ich Kerl Du Dandy“ ein maßlos langweiliges Interview. Befragt werden – wir zitieren: „Karl-Heinz Müller, Viertagebart, Einzelhändler, Chef der Streetwear-Messe Bread&#38; Butter, und Jan-Henrik M. Scheper-Stuke, Seitenscheitel, Connoisseur, Kopf der Krawattenfirma Edsor“. Leider kommt in dieser Befragung wenig Wissenswertes zu Tage, aber wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p><a href="http://www.slow-wear.de/wp-content/uploads/2009/12/ef-skizze-red.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1660" title="ef-skizze red" src="http://www.slow-wear.de/wp-content/uploads/2009/12/ef-skizze-red-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Wir lesen in der von uns sehr geschätzten Textilwirtschaft unter dem Titel <a href="http://www.textilwirtschaft.de/service/archiv/pages/show.php?id=849084&amp;a=1">„Ich Kerl Du Dandy“</a> ein maßlos langweiliges Interview. Befragt werden – wir zitieren: „Karl-Heinz Müller, Viertagebart, Einzelhändler, Chef der Streetwear-Messe Bread&amp; Butter, und Jan-Henrik M. Scheper-Stuke, Seitenscheitel, Connoisseur, Kopf der Krawattenfirma Edsor“.</p>
<p>Leider kommt in dieser Befragung wenig Wissenswertes zu Tage, aber wir lernen viel über Verkleidung, Hybris, mässiges Sprachvermögen und den Unterschied zwischen erwachsenen Männer und der &#8220;sensiblen&#8221; Generation.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Knopfschmerzen</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 16:24:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>G. B.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hier schreibt Edelardo Feinolini]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie sehr sich die Kompetenz zum Thema Stil und Herrenbekleiung in das Reich der vielen gut gemachten Blogs verschoben hat, unterstreicht ein Artikel im Manager Magazin. Unter dem Titel &#8220;Kleiderordung&#8221; lesen wir zum gefühlt 100.000sten Mal ein paar lustlos aneinandergereihte Allgemeinplätze. Zitat: &#8220;Sie gelten als geheime Losung für den Zugang zum Zirkel der Vornehmen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.slow-wear.de/wp-content/uploads/2008/02/ef-skizze.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-189" title="ef-skizze" src="http://www.slow-wear.de/wp-content/uploads/2008/02/ef-skizze.jpg" alt="" width="153" height="185" /></a></p>
<p>Wie sehr sich die Kompetenz zum Thema Stil und Herrenbekleiung in das Reich der vielen gut gemachten Blogs verschoben hat, unterstreicht ein Artikel im Manager Magazin. Unter dem Titel <a href="http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,794375,00.html">&#8220;Kleiderordung&#8221;</a> lesen wir zum gefühlt 100.000sten Mal ein paar lustlos aneinandergereihte Allgemeinplätze. Zitat: &#8220;Sie gelten als geheime Losung für den Zugang zum Zirkel der Vornehmen und  Erfolgreichen &#8211; die Knopflöcher an den Ärmeln eines Jacketts. Sind sie zugenäht,  weiss der kundige Betrachter sofort: Das schlichte Stück stammt von der Stange.  Offene Knopflöcher hingegen zeugen davon, dass ein Maßschneider am Werk war.&#8221;</p>
<p>Offenbar besteht in den Redaktionen &#8211; Ausnahmen gibt es schon noch &#8211; jenseits dessen, was jeder Stilberater auf seiner Homepage veröffentlicht, keine Kompetenz zum Thema klassische Herrenbekleidung. Warum dann noch Bäume für hohles Geschreibsel fallen müssen, bleibt unerklärlich. Ist die &#8220;Nische&#8221; wirklich so klein, dass es sich nicht mehr lohnt, gut Beiträge, vielleicht sogar mit neuen Inhalten, zu schreiben?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Der Bundesknoten</title>
		<link>http://www.slow-wear.de/2011/01/24/der-bundesknoten/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Jan 2011 13:19:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>G. B.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hier schreibt Edelardo Feinolini]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit vergangener Woche tobt ein (Klassen)Kampf im Deutschen Bundestag, zwei männliche Abgeordnete (Linkspartei und Grüne) wollten ihre Aufgabe als Schriftführer ohne Krawatte bewältigen – allerdings hatte der Ältestenrat des Bundestages, wohl in Kenntnis der unterirdischen Bekleidungsstilistik deutscher Politiker, die Krawatte für die Schriftführer vorgeschrieben. Mutig widersetzen sich die beiden Politik-Hinterbänkler dieser Vorgabe und lassen sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.slow-wear.de/wp-content/uploads/2008/02/ef-skizze.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-189" title="ef-skizze" src="http://www.slow-wear.de/wp-content/uploads/2008/02/ef-skizze.thumbnail.jpg" alt="" width="104" height="128" /></a></p>
<p>Seit vergangener Woche tobt ein (Klassen)Kampf im Deutschen Bundestag, zwei männliche Abgeordnete (Linkspartei und Grüne) wollten ihre Aufgabe als Schriftführer ohne Krawatte bewältigen – allerdings hatte der Ältestenrat des Bundestages, wohl in Kenntnis der unterirdischen Bekleidungsstilistik deutscher Politiker, die Krawatte für die Schriftführer vorgeschrieben. Mutig widersetzen sich die beiden Politik-Hinterbänkler dieser Vorgabe und lassen sich nur als Kämpfer für die Menschenrechte feiern.</p>
<p>Abgesehen davon, das sich die Würde einer Institution auch in der Bekleidung von Mandatsträgern spiegeln sollte, ist diese Debatte hauptsächlich eines: deutsch. Denn wo in der Welt wird das Tragen einer Krawatte als Angriff auf die persönliche Freiheit begriffen und gelingt es schlecht bekleideten Politchargen daraus auch noch mediale Aufmerksamkeit zu ziehen. Parlamentarier in England, Frankreich und sogar größtenteils in Italien würden eine solche Debatte nie führen, warum auch?</p>
<p><a href="http://www.slow-wear.de/wp-content/uploads/2011/01/joschka_fischer1998-b.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2639" title="joschka_fischer1998-b" src="http://www.slow-wear.de/wp-content/uploads/2011/01/joschka_fischer1998-b.jpg" alt="" width="296" height="400" /></a></p>
<p>Wie eingeschränkt muß die Freiheit im Denken sein, um sich für so einen Bullshit herzugeben. Zitat Jürgen Trittin: &#8220;Man darf in Deutschland ohne Krawatte Karstadt retten, aber nicht im Bundestag Schrift führen. Das ist absurd.&#8221; Ja, Jürgen, und die Freiheit der Republik wird nicht am Hindukusch, sondern unter dem Adamsapfel von Sven-Christian Kindler verteidigt. Gerne erinnern wir uns hier an die Metamorphose von Josef Fischer, dessen politischer Widerstand mit Turnschuhen zum (schlechten) Anzug begann und der auf dem Gipfel seiner Macht mit Gerd (Brioni) Schröder um die Deutungshoheit des feinen Zwirns wetteiferte.</p>
<p>Und auch der Gründungsvater der Linkspartei verzichte nie auf die Krawatte:</p>
<p><a href="http://www.slow-wear.de/wp-content/uploads/2011/01/Erich-Honecker.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2640" title="Erich-Honecker" src="http://www.slow-wear.de/wp-content/uploads/2011/01/Erich-Honecker.jpg" alt="" width="325" height="445" /></a></p>
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		<title>UBS Rules</title>
		<link>http://www.slow-wear.de/2010/12/20/2536/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 09:59:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>G. B.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hier schreibt Edelardo Feinolini]]></category>
		<category><![CDATA[Dresscode]]></category>
		<category><![CDATA[Knigge]]></category>
		<category><![CDATA[UBS]]></category>

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		<description><![CDATA[Der von der UBS veröffentlichte Dresscode für Mitarbeiter gilt in der veröffentlichten Meinung überwiegend als PR-Desaster, Bevormundung und Eingriff in die persönliche Freiheit. Warum bloß? Die Existenz dieser Broschüre zeigt doch nur eines: immer weniger Menschen wissen sich adäquat zu bekleiden. Dieses ästhetische Drama begegnet uns täglich, wobei Motivsocken,  Tattoos oder Piercings ja nur den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.slow-wear.de/wp-content/uploads/2008/02/ef-skizze.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-189" title="ef-skizze" src="http://www.slow-wear.de/wp-content/uploads/2008/02/ef-skizze.jpg" alt="" width="149" height="181" /></a></p>
<p>Der von der UBS veröffentlichte <a href="http://www.letemps.ch/rw/Le_Temps/Quotidien/2010/12/09/Culture%20&amp;%20Societe/ImagesWeb/Dresscode_F.pdf">Dresscode</a> für Mitarbeiter gilt in der veröffentlichten Meinung überwiegend als PR-Desaster, Bevormundung und Eingriff in die persönliche Freiheit. Warum bloß? Die Existenz dieser Broschüre zeigt doch nur eines: immer weniger Menschen wissen sich adäquat zu bekleiden. Dieses ästhetische Drama begegnet uns täglich, wobei Motivsocken,  Tattoos oder Piercings ja nur den absoluten Bodensatz bilden.</p>
<p>In gefühlt 20 Millionen Blogs und Foren stellen sich Männlein und Weiblein viele Fragen rund um das Thema &#8220;richtige&#8221; Bekleidung &#8211; wenn nun ein Unternehmen dieses Thema für sich und seine Mitarbeiter in Form eine Business-Knigge löst, was ist denn daran verkehrt? Unzählige drittklassige Seminaranbieter verdienen mit dem Thema Geld, Stilberater rechtfertigen so  ihre überflüssige Existenz und Hochglanzmagzine geben im Wochenrhythmus Tipps zur passenden Bekleidung.</p>
<p>Leider hat ein von uns sehr geschätzter Unterwäsche-Hersteller dieses Thema für eine recht hohle Pressemeldung genutzt und empfiehlt jetzt als Teil-Lösung der UBS seine hautfarbenen Leibchen. Allerdings nicht etwa die von der UBS geforderte nicht kontrastierende hautfabene Unterwäsche für Damen, sondern seine wirklich albernen hautfarbenen Unterhemden für Männer. Wer (unter 82 Jahren) trägt denn sowas, sieht doch aus wie ein Ganzkörper-Stützstrumpf. Unterhemden sind weiss &#8211; und das ist auch gut so.</p>
<p>Kurzum: Weiter so UBS. Bahn und Post schaffen jetzt noch Ohrringe und Körperschmuck beim männlichen Personal ab und schon ist die Welt wieder etwas schöner.</p>
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		<title>App dafür</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 13:11:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>G. B.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hier schreibt Edelardo Feinolini]]></category>
		<category><![CDATA[Otto]]></category>
		<category><![CDATA[Style Catcher]]></category>

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		<description><![CDATA[Uns schreibt der Otto-Versand, auch hier ist man mittlerweile bei dem Thema iPhone-App angekommen. Wir lesen: „Lass dich auf der Straße von anderen Menschen inspirieren und finde ähnliche Styles mit deinem iPhone. Du siehst z.B. ein angesagtes Shirt und möchtest sofort das Shirt in ähnlichem Stil bei OTTO finden? Mit dem StyleCatcher schießt du einfach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.slow-wear.de/wp-content/uploads/2008/02/ef-skizze.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-189" title="ef-skizze" src="http://www.slow-wear.de/wp-content/uploads/2008/02/ef-skizze.jpg" alt="" width="162" height="197" /></a></p>
<p>Uns schreibt der Otto-Versand, auch hier ist man mittlerweile bei dem Thema iPhone-App angekommen.</p>
<p>Wir lesen: „Lass dich auf der Straße von anderen Menschen inspirieren und finde ähnliche Styles mit deinem iPhone. Du siehst z.B. ein angesagtes Shirt und möchtest sofort das Shirt in ähnlichem Stil bei OTTO finden? Mit dem StyleCatcher schießt du einfach ein Foto von dem Kleidungsstück oder nimmst ein entsprechendes Foto aus deinem Fotoalbum. In wenigen Schritten werden dir ähnliche Styles angezeigt, die du alle direkt aus der App heraus bei OTTO bestellen kannst. Das Leben kann so einfach sein!“</p>
<p>Prima Otto, endlich die Demokratisierung des Stils, einfach einen gut angezogenen Menschen auf der Straße mit dem iPhone terrorisieren und schon erscheint als Antwort auf einen handgemachten Anzug ein Produkt aus dem Hause Studio Coletti.</p>
<p>Ja, das Leben, es kann auch so schön sein.</p>
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		<title>Offline ins Abseits</title>
		<link>http://www.slow-wear.de/2010/05/17/offline-ins-abseits/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 12:16:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>G. B.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hier schreibt Edelardo Feinolini]]></category>
		<category><![CDATA[Braun]]></category>
		<category><![CDATA[Diehl und Diehl]]></category>
		<category><![CDATA[Dieter Kuckelkorn]]></category>
		<category><![CDATA[Henry]]></category>
		<category><![CDATA[Möller & Möller]]></category>
		<category><![CDATA[Möller und Schaar]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Striesing]]></category>

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		<description><![CDATA[Slow-Wear ist ja auch ein Fan-Club der wenigen kompetenten inhabergeführten Herrenausstatter in Deutschland. Wir beobachten die possierlichen Besitzer und ihre stetes Bemühen um Qualität und Service mit allergrößtem Wohlwollen. Doch wenn sich diese bedrohte Spezies vor dem endgültigen aussterben retten will, dann muss Kunden künftig mehr als Schaufensterdeko und Verkaufsraum geboten werden. Die Verkaufs- und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.slow-wear.de/wp-content/uploads/2008/02/ef-skizze.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-189" title="ef-skizze" src="http://www.slow-wear.de/wp-content/uploads/2008/02/ef-skizze.jpg" alt="" width="221" height="242" /></a></p>
<p>Slow-Wear ist ja auch ein Fan-Club der wenigen kompetenten inhabergeführten Herrenausstatter in Deutschland. Wir beobachten die possierlichen Besitzer und ihre stetes Bemühen um Qualität und Service mit allergrößtem Wohlwollen. Doch wenn sich diese bedrohte Spezies vor dem endgültigen aussterben retten will, dann muss Kunden künftig mehr als Schaufensterdeko und Verkaufsraum geboten werden. Die Verkaufs- und Handelslandschaft wandelt sich und Kunden, die jünger als 60 sind, erwarten zunehmend von dem Händler Ihres Vertrauens auch eine gewisse Kompetenz in Umgang und Nutzung der „Neuen“ Medien. Merke: Schon heute werden in Deutschland 5 Milliarden Euro Umsatz mit dem Verkauf von Bekleidung im Internet gemacht – Tendenz steigend.</p>
<p>Während zu Beginn des Internetzeitalters das digitale Spielfeld nur von Massenmarken und deren Handelspartnern genutzt wurde, ist heute auch das schönste sartoriale Highlight über das Netz verfügbar. Shoppinplattformen wie yoox oder stylebop bieten vieles via Internet, was die geschätzten Herrenausstatter nur im Regal oder auf dem Bügel zeigen, Selbst Ebay bietet eine größere Online-Auswahl als unsere Ritter des guten Zwirns.<span id="more-2100"></span></p>
<p>Erstaunlich: denn statt die ewigen gleiche Sale/Jubiläumsverkauf/Midseason-Sale Nummer abzuziehen und Kunden mit auf eindimensionale Botschaften reduzierten Mailings oder dem Anzeigenfriedhof  der &#8220;Maskulin-Gruppe&#8221; zu quälen, könnten Deutschland hochwertige Herrenausstatter ein nicht minder hochwertiges Online-Angebot für sich nutzen. Aber schon der Besuch der Homepages unserer Freunde zeigt die fehlende Kompetenz im Umgang mit der digitalen Welt. Altbackene oder hochgestylte Online-Auftritte, oft nicht aktuell, meist mit den Websites der Hersteller verlinkt und daher auch ohne individuelle Informationen zu den Produkten, verderben schnell jeglichen Wunsch die digitale Seite unserer Stilpäpste weiter zu durchdringen.</p>
<p>Neuerdings versucht sich der eine oder andere in sozialen Netzwerken oder – ganz modern – betreibt einen Blog. Doch leider kommt man hier nicht über platte Eigenwerbung und die nervtötende Ankündigung der x-ten Trunkshow hinaus.  Warum keine Online-Shops? Andreas Gerads vom Stilmagazin hat es mit <a href="http://www.einstecktuch.com/">Einstecktuch.com</a> vorgemacht – mit wenig Aufwand entsteht ein nettes virtuelles Geschäft.</p>
<p>Es geht ja nicht darum, die erklärungsbedürftigen Produkte, wie Anzüge oder Jacketts, online zu verschachern &#8211; hier stehen nach wie vor der persönliche Kontakt und die Kompetenz des Verkäufers im Mittelpunkt. Vielmehr ist es ein Online-Service für die Männer, die Erfahrungen mit den Produkten haben, ihre Größe und die Passform kennen und die einfach keine Lust haben, wegen eines Finamore-Hemdes, einer Broska-Krawatte oder eines Inglese-Einstecktuchs durch Deutschland zu reisen. Ein Mausklick und schon kommt das Teil per Post – schön wär’s.</p>
<p>Stattdessen eröffnen die Textil-Unternehmen temporäre Outlets, zahlen Miete und Personalkosten und erzielen so eine Reichweite von gefühlten 10 Kilometern. Warum gibt es noch keine Händler-Plattform für Ausverkaufs- und Restware, die ja Deckenhoch in Lagern liegt und die wir zu jedem Schlussverkauf aufs Neue präsentiert bekommen? Ein ganzjährig nutzbares virtuelles Outlett brächte auch kontinuierlich Liquidität und erschlösse neue Zielgruppen. Nämlich die Männer, die eben nicht den regulären Preis zahlen wollen, aber an einem reduzierten Stück gefallen finden und sich vielleicht künftig dann doch zu größeren Investitionen verführen lassen.</p>
<p>Guckst Du nach Holland: <a href="http://www.fransboonestore.com/men.html">Frans Boone</a> macht’s mal wieder vor, ein netter Start ins Online-Zeitalter. Wir haben uns eine Finamore Polohemd bestellt und es kam schön verpackt mit freundlichen Grüßen aus Sluis. Auch der Hamburger Ausstatter Braun hat seine recht diffuse Markenwelt schon ins Netz gestellt, gut gestylt, schlecht getextet, aber sehr nutzerfreundlich und sicher auch kompetent. Das gleich gilt für Soer.</p>
<p>Fazit: Wenn der Online-Auftritt und auch die Einkaufsmöglichkeiten im Netz als moderne Serviceleistungen für Kunden begriffen werden – und so sehen wir das &#8211; dann sind unsere „guten“ Herrenausstatter voll im Abseits. Und das ist echt schade!</p>
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		<title>Barkeeping</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 08:59:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>G. B.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hier schreibt Edelardo Feinolini]]></category>
		<category><![CDATA[Bar]]></category>
		<category><![CDATA[Barkeeper]]></category>
		<category><![CDATA[Barkeeping]]></category>
		<category><![CDATA[Edelardo Feinolini]]></category>
		<category><![CDATA[Grobert]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Edelardo Feinolini Was macht eigentlich eine gute Bar aus? Diese Frage bewegt mich, denn die Antwort darauf ist nicht weniger schwierig , als die auf die  Frage: Was ist eigentlich guter Stil? Selbstverständlich müssen die Getränke kompetent gemacht sein, daran scheitern ja leider schon sehr viele Bewerber. Dann ist da der Barkeeper als zentrale [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Edelardo Feinolini</p>
<p>Was macht eigentlich eine gute Bar aus? Diese Frage bewegt mich, denn die Antwort darauf ist nicht weniger schwierig , als die auf die  Frage: Was ist eigentlich guter Stil? Selbstverständlich müssen die Getränke kompetent gemacht sein, daran scheitern ja leider schon sehr viele Bewerber. Dann ist da der Barkeeper als zentrale Figur. Freundlich, aber distanziert. Gesprächige Barkeeper lassen eine Bar schnell in das kneipenhafte abgleiten, aus meiner Sicht ist das eine Art gastronomischer Vorhölle.</p>
<p>Eigentlich ist der Barkeeper männlich, er darf aber auch weiblich sein. Für eine Frau aber eine schwierige Rolle, weil eine souveräne Frau in einer Bar dann schnell als Zicke gilt, nur weil sie nicht mit jedem flirtet. Dabei ist jemandem, der in eine echte Bar geht um zu flirten, ohnehin nicht zu helfen. Das heißt nicht, dass in einer Bar nicht geflirtet wird, aber es ist absolut unwürdig, in eine Bar zu gehen, um zu flirten, schon gar nicht mit dem Barkeeper. Eine Bar ist zunächst ein Ort der Besinnung, aus dem Zustand geistiger Sammlung kann sich dann die Erkenntnis entwickeln, dass zu viel Besinnung möglicherweise schadet und man das kurze Leben besser nutzt. Ein mir bekannter feinsinniger Kardiologe hat dazu zutreffend bemerkt: „Das Leben ist kurz und wie schnell ist  nichts getrunken.“</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-1681" title="feinolini grobert klein" src="http://www.slow-wear.de/wp-content/uploads/2009/12/feinolini-grobert-klein-300x221.jpg" alt="feinolini grobert klein" width="380" height="279" /></p>
<p>Das Bild beleuchtet die diffizile Situation. Es zeigt mich mit meinem Bruder Ghisolfo Roberto, genannt Grobert, in nämlicher Bar. Die Besinnungs- und Sammlungsphase hatten wir erkennbar zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen. Wir beide mögen die Bar.</p>
<p>Nun also zu der eigentlichen Kernkompetenz des Barkeepers: Menschenkenntnis und Beobachtungsgabe. Ich darf an den Spruch von Hemingway erinnern: “An intelligent man sometimes has to be drunk to be able to spend time with his friends“. Daran anknüpfend hat ein unglaublich begnadeter Barkeeper, dessen Namen ich hier nicht nennen will, festgestellt: „The difficult part in barkeeping is to know who is drunk and who is just stupid.”</p>
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		<item>
		<title>Stilberater &#8211; schön überflüssig</title>
		<link>http://www.slow-wear.de/2009/11/12/stilberater-schon-uberflussig/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 07:28:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>G. B.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hier schreibt Edelardo Feinolini]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.slow-wear.de/?p=1559</guid>
		<description><![CDATA[Über die Gattung der „Stilberater“ haben wir uns hier ja schon häufiger ausgelassen. Bei unserer täglichen Presseschau ist uns nun ein besonders possierlicher Vertreter dieser Spezies aufgefallen: Der Schweizer Stil-Papst Clifford Lilley. Es ist für uns immer wieder interessant zu erfahren, dass es noch Männer gibt, die offenbar nicht mit den einfachsten Regeln stilistischer Existenz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-189" title="ef-skizze" src="http://www.slow-wear.de/wp-content/uploads/2008/02/ef-skizze.jpg" alt="ef-skizze" width="206" height="251" /></p>
<p>Über die Gattung der „Stilberater“ haben wir uns hier ja schon häufiger ausgelassen. Bei unserer täglichen Presseschau ist uns nun ein besonders possierlicher Vertreter dieser Spezies aufgefallen: Der Schweizer Stil-Papst Clifford Lilley. Es ist für uns immer wieder interessant zu erfahren, dass es noch Männer gibt, die offenbar nicht mit den einfachsten Regeln stilistischer Existenz vertraut sind und dafür die „Der Ball ist rund“-Stil-Gemeinplätze von Stilberatern benötigen. Im Interview mit der <a href="http://www.handelszeitung.ch/artikel/Management-So-kleidet-sich-der-Businessman_635950.html">Handelszeitung</a> lesen wir Lilleys wenig überraschende Ausführungen zum Thema. Allerdings ist der Film „A day in the life“ auf der <a href="http://www.clifford-lilley.com/">Homepage</a> des Stil-Papstes ein wunderbares Dokument für die Hybris von Beratern, die Ihre Stil-Kompetenz aus der Mitwirkung bei  bedeutenden intellektuellen Meilensteinen wie der RTL 2 Soap „Schwul macht cool“ ableiten.</p>
<p>Die Ausnahme: Bernhard Roetzel ist wirklich der einzige Stilberater, der diese Bezeichnung inhaltlich und optisch verdient.</p>
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		<title>Der deutsche Stil</title>
		<link>http://www.slow-wear.de/2009/09/24/der-deutsche-stil/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 11:41:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>G. B.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hier schreibt Edelardo Feinolini]]></category>
		<category><![CDATA[Stilhausmeister]]></category>
		<category><![CDATA[Edelardo Feinolini]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Stil ist kein Meister aus Deutschland. Statt sich Gedanken über Individualität, Qualität oder Passform von Bekleidung zu machen, quälen uns die meist selbsternannten Stilpäpste immer mit dem deutschesten aller Themen: der Regel. Kein Tag vergeht, an dem nicht die olle „No brown in town“ Regel in einem Magazin beschworen wird, in endlosen Forumsdiskussionen die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-189" title="ef-skizze" src="http://www.slow-wear.de/wp-content/uploads/2008/02/ef-skizze.jpg" alt="ef-skizze" width="246" height="299" /></p>
<p>Der Stil ist kein Meister aus Deutschland. Statt sich Gedanken über Individualität, Qualität oder Passform von Bekleidung zu machen, quälen uns die meist selbsternannten Stilpäpste immer mit dem deutschesten aller Themen: der Regel. Kein Tag vergeht, an dem nicht die olle „No brown in town“ Regel in einem Magazin beschworen wird, in endlosen Forumsdiskussionen die „richtigen“ Krawattenknoten regelmäßig diskutiert werden. Und als Krönung bietet man uns noch alle Nase lang eine Anleitung zum „richtigen“ Falten des Einstecktuchs.</p>
<p>Erstaunlicherweise gibt es in Deutschland noch keine DIN-Norm für „richtige“ Herrenbekleidung. Dabei sind Regeln im Grunde nicht schlecht – allerdings muss „Mann“ sie auch interpretieren oder brechen können, ansonsten sehen doch alle gleich „richtig“ aus – quasi Schafherde.</p>
<p>Ein schönes Beispiel für die Freiheit des Stils ist das <a href="http://men.style.com/details/features/landing?id=content_11158">Interview</a> mit Gianluca Isaia. Weniger spannend, weil schon x-tausend Mal geschrieben,  sind die  „<a href="http://www.stern.de/lifestyle/mode/maennermode-25-regeln-fuer-den-umgang-mit-dem-hemd-513348.html">25 Regeln für den Umgang dem mit dem Hemd</a>“ von Herrn Joseph im Stern. Denn wenn schon 25 Regeln für ein gutes Hemd nötig sind, gibt es bestimmt auch 45 Regeln für die Hose, 125 Regeln für den Anzug und zahllose Regeln für den Rest.  Aber, mamma mia, wozu bloß?</p>
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		<title>Tu felix Austria</title>
		<link>http://www.slow-wear.de/2009/09/18/tu-felix-austria/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 15:16:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>G. B.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hier schreibt Edelardo Feinolini]]></category>
		<category><![CDATA[Änderung]]></category>
		<category><![CDATA[Dantendorfer]]></category>
		<category><![CDATA[herrenausstatter]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern in Salzburg gewesen und bei Dantendorfer (seit 1948 in Salzburg) eine Hose gekauft. Sehr schöner Laden, interessante Produkte und ein überaus freundlicher und kompetenter Service. Ein absolutes – und in Deutschland offenbar längst vergessenes &#8211; Service-Highlight: Hosenänderung in 30 Minuten und kostenlos. Ein gutes Beispiel für mehr Service, hier können unsere deutschen Herrenausstatter leider [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-189" title="ef-skizze" src="http://www.slow-wear.de/wp-content/uploads/2008/02/ef-skizze.jpg" alt="ef-skizze" width="216" height="245" /></p>
<p>Gestern in Salzburg gewesen und bei <a href="http://www.dantendorfer.at/">Dantendorfer</a> (seit 1948 in Salzburg) eine Hose gekauft. Sehr schöner Laden, interessante Produkte und ein überaus freundlicher und kompetenter Service. Ein absolutes – und in Deutschland offenbar längst vergessenes &#8211; Service-Highlight: Hosenänderung in 30 Minuten und kostenlos. Ein gutes Beispiel für mehr Service, hier können unsere deutschen Herrenausstatter leider meist nicht mithalten. Änderungsdauer wird hier eher in Tagen gerechnet und eine kostenlose Änderung für eine Hose ist auch selten. Wir haben es zumindest noch nicht erlebt. Gegenbeispiele sind willkommen.</p>
]]></content:encoded>
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