19. April 2010
Vede Napoli: Zu Besuch in der Sartoria Partenopea
Gemeinsam mit Kunden des Bremer Herrenausstatters Stiesing besuchten wir die Sartoria Partenopea in Neapel. Während sich die tapferen Nordmänner von flinken Schneiderhänden ordentlich vermessen ließen und anschließend gemeinsam mit Harm Hesterberg, dem Chef von Stiesing, Stoffe, Futterfarben und Knöpfe für zahlreiche Anzüge, Jacketts und Hemden auswählten, haben wir uns die Produktion des neapolitanischen Schneiders angeschaut.
Bis zu 20 Stunden Handarbeit stecken in Anzügen der Sartoria Partenopea, ausgeführt von Frauen und Männern, die ihren Beruf augenscheinlich gerne ausüben.
Angelo Blasi und sein Sohn Mauro sind ziemlich stolz auf die Qualität und Passform ihrer Produkte.
Zurecht, wie wir finden, den das Preis-Leistungsverhältnis einen Anzuges aus dem Hause Partenopea sucht in der sartorialen Welt ihresgleichen. Kiton ist, abgesehen von absurder Preisgestaltung, heute nur noch in Gebrauchwagenhändler-Kreisen ein Muß. Attolini hat auch ordentlich Glanz verloren, die neue Linie „Stile Latino“ überzeugt uns nicht und Brioni ist der textile Seniorenteller. Lichtblick: Sciamat, aber in Deutschland nicht zu kriegen, Frans Boone in Sluis ist die nächste und sicher beste Adresse. Abgesehen davon, dass die genannten Hersteller für ihre Anzüge das doppelte bis dreifache der Preise für Produkte der Sartoria Partenopea aufrufen, haben wir beispielsweise an Stefano Mencarelli gut gemachte Partenopea-Klassik mit ordentlich „Pfiff ” gesehen.
In Deutschland sind die Neapolitaner noch nicht flächendeckend präsent, neben Stiesing bieten Partenopea noch sehr kompetent die “Altmeister” Charly Diehl und Dieter Kuckelkorn an. Partenopea ist das ideale Produkt für den kompetenten Einzelhalndel, denn Groß-Herrenausustatter wie Braun (Hamburg), der ebenfalls zu den Ppartenopea-Kunden zählt, können diese individuelle Produkt offenbar nicht so richtig in ihre Marken und Must-Have-Welt einordnen.
Schlagwörter:Angelo Blasi, Diehl und Diehl, Dieter Kuckelkorn, Mauro Blasi, Sartoria Partenopea, Stiesing
















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Top, danke für diesen Artikel.
“Seniorenteller” gefällt mir am Besten
immer weiter so
Sartoriale INDUSTRIALI! Sehr ordentlich – nur nicht glänzend!
…und ordentlich ist die Liga der Gebrauchtwagen. Man sollte die Fachzeitschrift “Auto Motor und Sport” zu Rate ziehen.
Wahrscheinlich ist man dort von fachlich höherer Kompetenz!
Gunnar, jetzt hast Du ein Problem! Der Gebrauchtwagenhändler meines Vertrauens, Tomasz Bandrowski hat sich voll aufgeregt: “Ich nix tragen nur Attolini!” Der Kiton-Vorwurf hat ihn gekränkt. Ist das denn überhaupt statistisch belegt? Wie auch immer: er weiß Du wohnst. Achte auf einen weißen S500 mit Brabus-Felgen.
Hehe, wenn man am Ende so “ordentlich mit Pfiff” aussieht wie das Pummelchen, welchem man die Verwandtwascht mit dem Hustinettenbär nicht absprechen kann, dann gute Nacht.
60 Stunden ????, wohl inklusive 30 Stunden LKW fracht nach Deutschland..
Erstmal sorry: in vorherigen Kommentaren habe ich fälschlicherweise eine @gmx.de-mail-Adresse angegeben. Die gibt es nicht mehr.
Zum Thema: “Partenopea” ist möglicherweise als Name nicht optimal gewählt, den “Pronuptia” (klingt für mich ähnlich) steht im deutschsprachigen Raum für spießige Brautbekleidungs-Seiten…
Und die agressiven Kommentare einiger Leser (“Hustinettenbär”, “wohl inklusive Fracht”, “wahrscheinlich ist man dort von fachlich höherer Kompetenz!”) irritiert mich ein wenig. Offensichtlich kämpfen einige Leser um ihre Pfrunde, sprich: um die etablierten Markenwerte.
Wie geht’s weiter? Was meinen die Leser von Slow-Wear?
Zunächst ist es doch verdienstvoll, uns hier schöne Bilder und Eindrücke zu vermitteln. Ich finde die Kommentare spiegeln das Niveau ihrer Verfasser ganz gut wider. Schwatti mault hier gerne rum, wobei sein Wortwitz diesmla schon gut war. M.J: hat fatalerweise die Initialen von Michael Jondral, der uns als Attoline-Fan bekannt ist. Adolfo macht jetzt das, was eigentlich wünschenswert wäre – die Auseinandersetzung mit den Unterschierden der sartorialen Spitze anzuregen. Das ist allemal besser, als undifferenziertes Gemaule a la MJ – der hoffentlich nicht Michael Jondral ist, oder Schwattis Attacke auf füllige Südländer. Die Ansichten von GB zu Kiton und so, sind seine Meinung, die ich auch nicht unbedungt teile, aber Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut!
Frederick
Aber interessant, Frederick…
Schonmal gemerkt, dass der Hustinettenbär, wenn überhaupt, nur einen Schal trägt?
Dazu möchte ich, trotz meiner geradezu faschistoiden Hetze gegen füllige Südländer, jedoch nicht raten.
Aber wo das Thema fast selbsttätig bei uns angelagt ist: Warum muss der Gebrauchtwagehändler unbedingt Pole sein?
Falls Adolfo zu Slow Wear gehört:
“Und die agressiven Kommentare einiger Leser (…) irritiert mich ein wenig.”
Warum irritiert es nicht, dass die arrogante und konstant agressive Art der Berichgterstattung bei SW nicht schon viel früher den Hustinettenbären und andere Wurstwasser-Attacken hervorgebracht hat?
Ad Freddy:
Der Hustinettenbär sagt auch häufig zu den Kindern welche er in seinem Nebenjob betreut (er organisiert Messdiener Freizeiten): Wer “mault” kommt nicht in den Himmel!