23. Dezember 2009

Lonestar Memories

von G. B.

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Von Jens Poenitzsch

Meine Herren… setzten Sie sich bitte. Denn es es gibt Düfte, die manchmal – und nicht nur – die Knie’ erzittern lassen können.Diese  Kandidaten sind selten, sind nur vereinzelt und im Versteckten zu finden. Andy Tauer aus Zürich hat uns solch ein Kunstwerk geschenkt, bei dem es keine Grenzen zu geben scheint:  “Lonestar Memories”.

“Als ich den Duft gestaltete, wollte ich ein Parfum, das ehrlich ist und auf seine Weise einzigartig.” (Andy Tauer).Und dies ist Andy absolut gelungen. Lonestar Memories besitzt die Stärke eines weiten Landes und den Staub, der aufwirbelt, wenn darauf gearbeitet wird. Lonestar Memories ist vielleicht auch ein Geruch aus der Kindheit am Hafen: Salziges Brack, Holz und Teer. Die Leder und Leime in einer Schuhmacherei. Ein alter Jaguar, wenn uns während der Fahrt dieser leicht motorölige, satte Geruch auf den undenkbaren Gedanken bringt, mit diesem wundervoll englischen Auto einmal an der Küste Italiens entlang bis nach Palermo fahren zu wollen.

“Lonestar Memories” von Andy Tauer ist in seiner olfaktorischen Konsequenz extrem und auch im Statement ohne Gnade: Entweder Du möchtest mich so wie ich bin – oder eben nicht.

4 Kommentare zu “Lonestar Memories”

  1. Oh man, noch mehr Verlockungen! Das WT ist übrigens grandios.

  2. Oh Marius, vielen Dank – und wenn Sie wüßten, welche “Verlockungen” noch auf Sie warten…

    Der Hempstead Water von WT ist schon von einer außerordendlichen Klarheit und gleichzeitiger, fast magischer Tiefe. Für mich ersetzt dieser Duft (mit neuen Akzenten) den leider nicht mehr verfügbaren “Town & Country” der fulminanten und leider schon lang nicht mehr existierenden Crown Perfumery aus London.

    Nun denn, wenn Sie immer einmal bei Slow Wear hineinlesen, werden Sie nun fortlaufend die Liga der außergewöhnlichen Düfte kennenlernen können und eventuell einige Anregungen zur Ergänzung Ihrer feinen Garderobe erhalten.

    Beste Grüße aus Berlin

    Jens

  3. Oh, da bin ich gespannt. Man lernt ja nie aus. Die Geschichte mit dem alten Jaguar hat mich jedenfalls wieder etwas angehibbelt!

  4. Ja, Marius – wenn Ihnen vielleicht ein Double Six irgendwie zur Verfügung steht… so ein Ausflug ist unvergesslich! Meine Tour damals Berlin – Palermo und zurück. Wir haben einen Monat Zeit gehabt und wären fast – auf halben Weg zum Ätna – in Versuchung gekommen, gegen einen Fiat Bambino 500 zu tauschen…hehe.

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