23. November 2009
Anita Moser bei Diehl und Diehl

Die Schweizer Designerin Anita Moser, eigentlich bekannt für avantgardistische Damenschuhe, bietet mit „Eugen O.“ eine Mischung aus Stadt- und Bergschuh. Sie hat sich für den Entwurf und die Modellentwicklung des Schuhs stark auf die Tradition der Sportschuhe von Anfang des 20 Jahrhunderts bezogen. Die nostalgisch angehauchte Linienführung der Modelle trifft auf Schaftverschnitte von derben Bergschuhen und einen voluminösen aber schlanken Leisten. Die Gummisohle ist glatt und wie eine klassische, massive Ledersohle aufgebaut.

Nur die eigentliche Laufsohle ist so nach innen versetzt, dass sie den Schuh optisch ein klein wenig über dem Boden schweben lässt. Zusammen mit den ungewöhnlichen Materialkombinationen, gewachstem, silikonisiertem Veloursleder, gefettetem Rindsleder – wie es für Schuhe von Waldarbeitern verwendet wird – und Lammfellinnenfutter, entstehen bodenständige aber formschöne Stadtschuhe.
Knöchelhohe Gamaschen nehmen Bezug auf die Tradition der Schuhmanufaktur kandahar, die Anfang des 20. Jahrhunderts englische Sportclubs mit Skischuhen ausrüstete. Komplett Swiss-Made: In der Schuhmanufaktur kandahar in Gwatt bei Thun, werden die Schuhe gezwickt genäht und veredelt. In Basel werden die Modelle entwickelt und die Schaftteile aus hochwertigsten Ledern zugeschnitten.


Schlagwörter:Anita Moser, Diehl & Diehl, Eugen O., kandahar
Aber schön finden muss ich sie nicht, oder?
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Wofür braucht die Welt diese “Designstücke”? Erinnert mich persönlich eher an Bowlingschuhe.