24. August 2009

Havard kommt ganz groß in Mode

von G. B.

Doktorhut

Die amerikanische Elite-Universität Harvard (derzeit offenbar recht klamm) hat eine zehnjährige Lizenz für die Herrenmodelinie “Harvard Yard” an den New Yorker Bekleidungshersteller Wearwolf Group verkauft. Wearwolf produziert auch Kleidung für Brooks Brothers und J. Crew. Bilder der gibt es in dem Bericht der FTD. Die dort gezeigten Kleidungsstücke sind sicher nicht das Werk von Elite-Designern und ungefähr so spannend wie ein Seminar zur Lingusitik der Hopi-Indianer. Wir freuen uns schon jetzt auf Nachahmer-Kollektionen aus Clausthal-Zellerfeld, Gießen oder Münster.

Schlagwörter:,

3 Kommentare zu “Havard kommt ganz groß in Mode”

  1. Ich frage mich, ob Sie C.C.Poell oder Rick Owens, tatsächlich Elitedesigner im weitesgehenden Sinne des Wortes, “verstehen” würden.
    Ihre Kritiken machen sehr selten den Eindruck, der dazu beitragen könnte Sie als eine Instanz darzustellen die Sie gerne wären.
    Das ist natürlich nur eine Behauptung meinerseits, Sie wollen es natürlich nicht…

  2. Hoppla, ich hoffe, der Stil von Andepopande ist besser als der Satzbau! Es geht hier doch darum, das Harvard hier nur versucht, den Namen zu vermarkten, für mich eben das Gegenteil eines echten kreativen handwerklichen Prozesses.

    Und was heisst hier echte Elitedesigner? Der Begriff ist so hohl, da passt wirklich jede Vorstellung von Ctreti und pleti hinein, ohne das irgendein erkenntnisfortschritt damit verbunden wäre. Über Stil kann und sollte man streiten, denn wie es sp schön heißt: “style is a state of mind” und Reflektion kann kein sogenannter Elitedesigner ersetzen, auch wenn er die Unterhosen von Obama entwirft.

  3. Oha, da wird versucht einen Namen zu vermarkten!
    Danke, dass wusste ich echt nicht und wöre nicht darauf gekommen.
    Wirklich danke nochmal.

    Da werden aber irgendwo auch so völlig total traditionell gefertigte Anzüge absolut handgemacht.
    Bis auf diverse Einlagenpartien. Und vielleicht mal der Kragen, den muss man nicht von Hand annähen, sieht eh kein Trottel.
    Jaaaaaa, richtig, ist wortwörtlich korrekt.
    Und ein größeres Elend als offensichtlich stumpfe Markenklauberei, aber anscheinend hat slow-we*ar es vielfach nötig durch Inquisiton solcher Offensichtlichkeiten von objektiver Betrachtung vermeintlich “idealer” und im Rahmen “echter kreativer handwerklicher Prozesse” (danke) entstandener Produkte abzulenken.
    Macht aber auch Sinn, sonst hätte man keinen Nimbus auf welchem man etwas rumreiten könnte (naja, ist auch gelogen, gibt ja noch Name Dropping oder glatte Arroganz wie der letzte Beitrag über Dressler zeigt).

Kommentar abgeben:

RSS Feed Technorati