5. Mai 2009
Sieben auf einen Streich – Fragen an Nercivane Redzepi
Stilikone: Eher Louise Brooks als Lapo Elkann
Anzüge … erfüllen nur dann ihren Zweck, wenn die richtigen Männer sie tragen.
Lieblingsaccessoire: Mein Opalring (Hoffnung und Liebe)
Männer brauchen: Mehr Mut
Ich kaufe gerne: Bei Calla Moden oder online bei Kirna Zabete.
Deutsche Männer sind … nicht mein Typ, aber Ausnahmen bestätigen die Regel.
Frauen sollten … Männer kleiden.
Nercivane Redzepi ist Storemanagerin und Head of Music im Frankfurter Herrenausstatter UEBERVART. STORE FOR MEN.
Schlagwörter: Nercivane Redzepi, Uebervart

Langsam wird diese Seite hir zum Abschalter, Leute. Ok, ich kenne den Laden nicht, aber ich hoffe, die zahlen Euch gut. UNs noch was: Ist “Head of Music” bei einem Herrenausstatter ein Ausbildungsberuf?
Kirna Zabete kannten wir bisher nicht… – aber jeans fuer 2.300 dollar, oder hemdchen fuer 1.700 ist doch schon nen bischen eigenartig…. – frauen halt.
Ich kann Herrn Royal nur recht geben.
Sie schreiben auf dieser Seite: “”Slow-Wear versteht sich als Gegenbewegung zum allgemeinen Herdentrieb in der Mode. Die Aufgabe von Slow-Wear ist die Unterstützung hochwertiger Händler und Hersteller jenseits der „Global Brands“.”"
Wofür, wenn nicht genau für diesen Herdentrieb, diese Labelmania und diese Kundenverarsche, steht denn ein “Store for men”? Ein Blick auf denen Homepage unter “Labels” genügt…
Richtig, und weiter heißt es in dem zitierten Text “Das Slow-Wear Team informiert unabhängig und eigensinnig über Themen rund um klassische Herrenbekleidung. Dabei geht es nicht um Geschmacks-Polizei oder Volks-Bekleidungserziehung, sondern um die Erforschung eines hochwertigen und vielfältigen Textilangebotes.”
Uns gefällt der Laden, sein Angebot richtet sich zwar an die etwas jüngere Generation, aber Marken wie Lyle & Scott sind eben SlowWear.
In diesem Sinne, vielen Dank für ihre Diskusionsfreude, bleiben sie uns gewogen.
GB
Laßt Euch nicht beirren…ich kann auch mit manchen Shops nicht viel anfangen, aber die gemeinsame Basis ist da. Ich als Rheinländer lebe nach “Jeder Jeck is anders” und fahre damit auch im Internet sehr gut.
Die Gesinnung von Royal erscheint wenig königlich, es scheint etwas gar Kleinkariertes durch, quasi ein Gesinnungspullunder.
Es macht doch keinen Sinn, sich an Ausbildungsverordnungen und Lehrberufen festzuhalten und nur einem engen Kanon an Dingen zu huldigen, die als Slow Wear fähig gelten.
Ich finde die Aussage gut: Anzüge erfüllen nur dann ihren Zweck, wenn die richtigen Männer sie tragen.
Den LAden finde ich nicht gut, aber das spielt keine Rolle, es geht hier ja um Stil und nicht um eine Kleiderordnung.
Übrigens: Head of Music klingt doch viel besser als Ipodplaylistbedienerin. Damit wird doch auch zum Ausdruck gebracht, das Musik wichtig ist. Aus dieser Überlegung heraus könnte Royal doch vielleicht die Skizze zu einem ehrberuf entwickeln, sich in einen Anzug kleiden und bei Nercinirvana vorstellig werden. Vielleicht bewirbt sie sich ja auf die Stelle, vielleicht ist es aber auch zwecklos.