7. Januar 2009
Wolfgang Joop – unser Wunderkind
Wolfgang Joop, dessen Name Kaufhausbesuchern besonders durch Herrenunterwäsche bekannt ist, lästert im Focus über die „Entsexualiserung des Mannes durch die Herrenmode”. Dies tut der 92jährige sicher auch im Hinblick auf ein Quantum PR im Vorfeld seiner im Frühjahr unter dem geistreichen Namen „Wunderkind” erscheinenden Herrenkollektion.
Entäuscht zeigt sich der Mode-Senior auch über die “Lügen der Politik” und darüber, dass die Kanzlerin ihn in Wirtschaftsfragen nicht konsultiert. Joop, der ja als 20jähriger Schneiderlehrling (gemeinsam mit seinem musikalischen Bruder “Joopi” Heesters ) die Weltwirtschaftkrise erlebte, gibt, neben zahlreichen weiteren Belanglosigkeiten zu diesem und jenem, auch ein wichtiges Statement zur Finanzkrise ab. Sein Rat zum Thema Geldanlage: „Man sollte nur auf Leute hören, mit denen man auch ins Bett gehen würde.” Sollte dieses Credo auch auf das Tragen von Herrenmode angewandt werden, kann er seine Kollektion getrost in „Einzelkind” umtaufen.
Schlagwörter: Edelardo Feinolini, Wolfgang Joop

na, joop ist natuerlich nen ganz grosser – kein lagerfeld, sicher nicht – aber auch keiner, der aufgibt, wenn der ruf runiniert ist.
wolle faengt dann einfach da wieder an, wo er immer schon angefangen und aufgehoert hat, bei seinen preussentraeumen aus potsdam, und kuemmert sich nen feuchten kehrricht darum, was missmutige neider oder sueffisante besserwisser glauben, von sich geben zu muessen.
sonen kernigen spinner wie wolle immer und gerne jederzeit. – nur nicht im bett – da bin ich eigen.
Zu Joop fällt mir immer folgende, in “Wir sind kein Volk” beschriebene Episode ein:
Konzert zu Ehren von Loriot, gespielt wird Wagner. Das Orchester spielt schon, die Tür geht auf, rein kommt Joop, begrüßt erst mal alle Leute… Das gleiche Spiel am Ende. Joop geht schon raus, bevor das Konzert zu Ende ist.
Seit dem ist er bei mir unten durch.