28. Oktober 2008
Bambi für Tommy Hilfiger
Liebe Freunde,
der amerikanische Designer Tommy Hilfiger, der nach eigener Ansicht die Männermode „komplett” verändert hat, erhält er am 27. November den diesjährigen Bambi in der Kategorie Mode.
In aller Bescheidenheit behauptet Hilfiger in der Gazette „Gala”: „Es war die Initialzündung für meinen Erfolg, dass ich der erste Designer war, der einen total relaxten Stil propagierte”. Statt Krawattenzwang und engen Sakkos seien bei ihm alle Stoffe vorgewaschen und die Stücke bequem und oversized geschnitten gewesen, so Hilfiger.
Vorgewaschen und relaxed – ein schöner Euphemismus für mäßige Qualität, schlechte Verarbeitung in Billiglohnländern und eine legendär miserable Passform.
In der Begründung für die Verleihung des Bambis lobt die Hubert Burda Media Hilfigers modisches Gespürt. Er verstehe es, „die Bedürfnisse und Gefühle der Menschen zu erkennen und in Mode umzusetzen”. Sein Stil vereine scheinbare Gegensätze.
So ist es, denn er schafft es, Mittelmäßigkeit in Design und Qualität zu (dafür) hohen Preisen zu verkaufen. Dafür hat er kein Bambi, sondern eher den goldenen Design-Grobert verdient.
Euer Edelardo
Schlagwörter:Bambi, Edelardo Feinolini, Hilfinger

Kompliment, ich habe selten einen derart erfrischenden weil wahren Artikel gelesen wie den Kommentar zu der Bambi-Verleihung an TH. Tommy Hilfiger Mode (bereits Frevel es so zu nennen) versinkt doch geradezu in der belanglosigkeit und setzt aussnahmslos auf Trends die seit Jahren im unteren Mainstream angekommen sind.
Burda – ganz peinliche Aktion! “Pathetic” – würde Tommy sagen.
UD
Dieser Artikel , lieber G.B., war für mich erfrischend und bereichernd. Glück gehabt, daß sich Hilfiger( allein schon der Name!) nicht in eine “F 18″ gesetzt hat. Hoffentlich , geschätzter G.B., verstecken sie keine ” weapons of massdistraction”
Ein herzliches Glückauf und vivat , crescat floriat. Fiducit lieber G.B., fiducit.
Schmunzelnd grüßt,
Rogerio