27. September 2016

Demnächst auf dieser Seite

by G. B.

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Unser neues Projekt nimmt Formen an. Als Fortsetzung der seit gut 10 Jahren währenden Arbeit rund um diesen Blog werden wir ab November sowohl einen Onlineshop als auch ein Ladengeschäft eröffnen. Dies soll ein Beitrag dazu sein, gut gemachten Produkten und ihren engagierten Herstellern weiterhin den Zugang zu interessierten Kunden zu verschaffen. Also schreiben wir künftig nicht nur über interessante und schöne Dinge, sondern verkaufen sie auch. Dabei haben wir natürlich die eine oder andere Premiere für bisher in Deutschland nicht erhältliche Produkte auf dem Plan. Der Blog wird in den nächsten Wochen etwas renoviert und ergänzt. In unserem Ladengeschäft der Seestraße7 wird es zudem ein erweitertes Angebot geben, dazu zählen auch Wein und die eine oder ander kulinarische Veranstaltung. Seeblick inklusive.

Und so wird aus einem alten Edeka-Markt in Breitbrunn am Chiemsee demnächst ein Ausstatter für Herren mit ausgesuchten Produkten mit und ohne Korken.

17. September 2016

Mit Kahlcke Schuhen durch Wind und Wetter

by G. B.

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Leonhard Kahlcke bietet für Slow-Wear-Leser anläßlich des Colazzo-Termins am 7. und 8. Oktober die passenden Schuhe für Herbst und Winter. Vom eleganten wetterfesten Schuhwerk für den Geschäftsalltag bis zum robusten Stiefel mit wasserdichten zwiegenähten Sohlen und Lammfellfutter eröffnet der Frankfurter Schuhdesigner zahlreiche Möglichkeiten für den handgemachtenWinterschuh. Am 7. und 8. Oktober präsentiert Leonhard Kahlcke in seinem Atelier geeignete Materialien – wie wasserdichtes Leder und unterschiedliche Profil-Sohlen und Macharten die den jeweiligen Schuhtypen wintertauglich machen.

 

Egal oder Glatt- oder Rauhleder, Chukka, Monk oder Brogue – wetterfeste holzgenagelte Halbschuhe und Stiefel auf dem von Kahlcke entwickelten Leisten (drei Weiten und alle gängigen Halbschuhgrößen) gibt es im Rahmen der Slow-Wear-Veranstaltung schon ab 880 Euro, Maßschuhe ab 1220 Euro.

Außerdem können an diesem Termin Lederschuhe zur Pflege und Imprägnierung abgegeben werden.

Um Anmeldung wird unter gb(at)slow-wear.de gebeten.

 

9. September 2016

Uhrenarmbänder mit Geschichte

by G. B.

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Unser Uhrenspezialist Peter Gensberger (der hier in Zukunft regelmässig die eine oder andere Uhr vorstellen wird) hat ein hervorragendes Auge und ein gutes Vierteljahrhundert Erfahrung bei klassischen und Vintage-Uhren.

Sein Spezialgebiet sind Sinn Spezialuhren, Heuer Chronographen der 1960er und 1970er, Heuer Bundeswehr Flyback Chronographen, Militär-Zeitmesser (Orfina, Junghans, Tutima) und Omega, Breitling, IWC and Rolex Sportmodelle.

Und gelegentlich zieht sich der Uhrenprofi in seine Werkstatt zurück und fertigt in Handarbeit Uhrenarmbänder. Die handgemachten Gensberger-Bänder sind unter anderem aus Leder vom Flohmarkt, aus Handtaschen, Schultaschen oder Seesäcken gefertigt. So enstehen wunderschöne Unikate oder Kleinauflagen mit Vorleben. Zum Kauf gibt es die Uhrenarmbänder bei Lola in Neu-Isenburg, demnächst bei Slow-Wear und auf Anfrage unter www.rlx5513.com

3. September 2016

Mal was Neues: Champagne Roger Brun

by G. B.

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Jetzt schreiben die auch noch über Wein? Was soll das? Gute Frage! Antwort: Weil derjenige, der Wert auf Qualität in sartorialen Dingen legt, in der Regel seinen Durst nicht (ausschließlich) mit Dornkaat, Bommerlunder und Kamillentee löscht. Und weil wir schlicht und einfach gern Wein trinken und dabei immer wieder auf Interessantes stoßen. Die Wahrheit am Boden eines Weinglases konnten wir leider noch nicht finden, suchen aber noch und merken, das diese Suche deutlich mehr Freude macht als das Philosophieren ohne Wein. Und je besser der Wein, desto freudvoller die Suche.

Deshalb werden wir künftig an dieser Stelle unregelmäßig auch mal den einen oder anderen Wein oder Winzer vorstellen. Vielleicht dient das ja auch unseren Lesern als Inspiration. Dabei werden wir selbstverständlich auf Bewertungen nach Punkten verzichten, denn Geschmack ist subjektiv und in einem Punkteschema nicht zu erfassen, zudem ist jede Probe nur eine subjektive Momentaufnahme. Und Prognosen über die Entwicklung a la „zu trinken zwischen 2019 und 2027“ sind aus unsere Sicht Schwachsinn. Das Gleiche gilt für Sprachblüten wie „am Gaumen Sarotti Schokolade“ und Konsorten.

Genug der Vorrede, zum Wein. Champagner ist ein, wenn nicht das Synonym für ein Luxusgetränk. Dieses Image wurde und wird gefördert durch die großen und durchaus traditionsreichen Champagnerhäuser, die heute oft Teil eines börsennotierten Konzerns sind. Gegen diese Produkte ist – abgesehen vom Preis- grundsätzlich nichts einzuwenden. Eine Flasche Dom Perignon ist in aller Regel eine gute Flasche Champagner, aber eben auch ein standardisiertes Produkt mit allen Vor- und Nachteilen. Eine Art „Amselfelder“ für Millionäre eben. Man macht nichts falsch, das ist oft schon eine Errungenschaft.

Winzerchampagner ist der Gegenentwurf dazu. Dort werden die Trauben aus den eigenen Weinbergen verarbeitet, es gibt immer eine Verbindung zwischen dem Produkt, dem Weinberg und dem Menschen, der den Wein geschaffen hat. Das dies nicht immer und zwangsläufig gut sein muss, belegt so mancher Winzerchampagner, bei dem man sich fragt, ob es nicht besser gewesen wäre, der Winzer hätte die Trauben verkauft und wäre von dem Geld in den Urlaub gefahren, anstatt den Wein zu produzieren. Denn Champagner zu produzieren ist aufwendig und kostspielig, guter Champagner ist deshalb auch niemals billig, guter Champagner vom Winzer ist aber immer preisgünstig.

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31. August 2016

Sartoria Colazzo am 7. und 8. Oktober in Frankfurt

by G. B.

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Rechtzeitig zum Beginn der kühlen Jahreszeit werden die Brüder Colazzo am 7. und 8. Oktober in Frankfurt Station machen. Terminwünsche wie immer an gb(at)slow-wear.de. Weitere Details zu der Veranstaltung folgen in den nächsten Tagen.

 

13. August 2016

Wiener Hut – Chapeau!

by G. B.

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Im Rahmen der Ausstellung “Chapeau! Eine Sozialgeschichte des bedeckten Kopfes” zeigt das Museum Wien noch bis Oktober Kopfbedeckungen in allen erdenklichen Varianten. Die Erkenntnisse der aufwendig gestalteten Schau sind keineswegs nur modisch oder textilgeschichtlich relevant.

Die Methoden, den Kopf zu schmücken sind und waren vielfälltig und so werden nicht nur Hutkreationen, sondern auch Tücher, Kappen oder Hauben in der bis 30. Oktober laufenden Schau gezeigt. Häufig geben die gezeigten Objekte Auskunft über persönliche Vorlieben ihrer Besitzer, aber auch über deren Glauben oder gesellschaftliche Position.

Das Wien Museum hat nicht nur seine eigene Modesammlung für die Ausstellung durchforstet, sondern zeigt auch zahlreiche Exponate von Leihgebern aus aller Welt.

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Schöner Katalog!

6. August 2016

Gut gemacht – Fattobene

by G. B.

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FATTOBENE (gut gemacht) ist eine moderne Bibel für italienische Alltagsprodukte, die schon seit Generationen in der gleichen Art und Weise hergestellt werden.

Von Art Deco Seifen und barocken Kerzen über Leinengeschirrtücher bis hin zu Designobjekten aus den 60er Jahren sucht das Paar Anna Lagorio und Alex Carnevali mit viel Herzblut spezielle und einzigartige Produkte und erzählt ihre Geschichten. Eine Initiative, die – ganz im Sinne von Slow-Wear – kleinen aber herausragenden Herstellern zu mehr Aufmerksamkeit und auch zu mehr Kunden verhelfen soll. Im Webshop sind einzelne Produkte oder ein nettes Gesamtpaket direkt zu bestellen.

4. August 2016

Der Senator – dranhängen statt raushängen

by G. B.

Sommerzeit – Reisezeit. An den Flughäfen gibt es immer was zu sehen. Ganz vorne: Die deutsche Lufthansa. Denn sie hat eine besondere Spezies des Vielreisenden erfunden – den Senator. Der Senator ist viel unterwegs, sammelt Meilen, kriegt dafür Zugang zu schönen Lounges, darf an Warteschlangen vorbei zum Check-in und wird mir einer goldenen Karte ausgezeichnet, die er auch (in rotes Leder gebunden) als Gepäckanhänger erhält.

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23. Juli 2016

Anton Corbijn in der der Galerie Anita Beckers

by G. B.

BW 413- Martin Gore, New York 1990 Copyright Anton Corbijn (00)

Martin Gore, New York 1990

Ab dem 27. Juli 2016 werden in der Galerie Beckers bisher in Europa nie veröffentlichte Fotoprints von Anton Corbijn aus den Jahren 1972 bis 2013 gezeigt. Im Rahmen der Ausstellung ‚#5’ sind Arbeiten aus den Werkserien 1-2-3-4 zu sehen – ausschließlich Fotos von Musikern, darunter David Bowie, Johnny Cash, Kurt Cobain, Nick Cave und Patti Smith. Durch eine Kooperation mit dem ATELIERFRANKFURT ist es er Galerie Beckers möglich, die komplette Anzahl der Fotografien zu zeigen.

BW 416 - Nick Cave, London 1996 Copyright Anton Corbijn (00)

Nick Cave, London 1996

In den vergangenen 25 Jahren hat Corbijn neben seiner Zusammenarbeit mit Musikern auch für ihn interessante Personen aus Film, Bildender Kunst, Literatur und Mode fotografiert. Neben diesem Werk führt Corbijn inzwischen erfolgreich Regie. In denletzten 10 Jahren hat er vier Spielfilme gedreht („Control“, „The American“, „A Most Wanted Man“ und „Life“).Während seiner über 40jährigen Karriere hat Corbijn neben seinem fotografischen Werk maßgeblich das Image von Bands und Musikern wie U2, Depeche Mode, Metallica, Herbert Grönemeyer, Nick Cave mitgepägt.

BW 404 - Aimee Mann, Boston 1992 Copyright Anton Corbijn (00)

Aimee Mann, Boston 1992

Zur Eröffnung am 27.07.2016 zeigt Galerie Anita Beckers den ersten Teil der Ausstellung ‚#5’ in der Braubachstraße 9. Nach drei Wochen, ab dem 16.08.2016, wechselt die Präsentation im ATELIERFRANKFURT mit dem in der Galerie in der Braubachstraße gezeigten Teil.

 

Eröffnung: Mittwoch. 27. Juli 2016, 19.30 – 21.30 Uhr

Standort 1:    Galerie Beckers/Landau. Braubachstraße 9, 60311 Frankfurt

Standort 2:  ATELIERFRANKFURT Schwedlerstraße 1 – 5, 60314 Frankfurt

Ausstellungsdauer: 28. Juli – 3. September 2016

Öffnungszeiten: Di. – Fr. 11 – 18 Uhr Sa. von 12 – 17 Uhr (nur Galerie Beckers) und nach Vereinbarung

Filmscreening im ATELIERFRANKFURT

24.08.2016 um 20 Uhr CONTROL

26.08.2016 um 20 Uhr LIFE

 

18. Juli 2016

Interview with Carmen and Roberta of Camiceria Carmen

by G. B.

Camiceria Carmen

Wir haben in Turin Camiceria Carmen besucht. Hier fertigen Mutter Carmen und Tochter Roberta in Handarbeit seit vielen Jahren Maßhemden. Ohne großes Napoli-Gedöns und dafür mit verläßlicher Lieferzeit enstehen in der Camiceria Carmen feine Hemden zu Preisen ab 180 Euro.

For those readers who aren’t familiar with Camiceria Carmen, please can you tell us about the company?

We are an historic Italian shirt factory whose name comes from the owner Carmen,  who had her first experience in a workshop at the age of 14 and started her own business in 1975. This experience and continuity are strengthen by the support of her daughter Roberta who was able to capitalize the knowledge acquired at the School of Art, Fashion and Costume within the shirt factory Thus in Turin, in the heart of the city, Carmen has become a benchmark for quality and refined elegance for those who want tailored shirts.In fact Camiceria doesn’t have shirts already made but only a broad choice of over 150 among of the best fabrics on the market. Our bespoke shirts are thought and designed according to the desire of the client and they are personally created by Carmen and her daughter Roberta in the workshop attached to the shop.

What makes a bespoke shirt so special?

Time and patience. At a moment when the processing time doesn’t have importance because of a too fast economy and the need of big productions, our made-to-measure shirts workshop is timeless. We take our time to work properly, to check every article of clothing and to leave nothing to chance. We take the time that only the handmade process needs, in order to give the attention and the exclusivity that our client deserves.

What elements of the Carmen-shirt are bespoke – is it just the fit, choice of fabric and sleeve length that are bespoke, or does the customer have the ability to choose a specific collar shape, cuff style etc?

We personally draw, cut and sew, each single part of the shirt. From the collar to the body, from the cuffs to the placket, every little detail can be customized.

Is there a particular cut or style that Camiceria Carmen is noted for?

When working on bespoke, your style must be the one your customer wants. The ability to understand his needs or to give him the best advice, makes our style flexible, and adaptable. The style we can talk about, regardless of cut and shape, is rather in our working process and the care for details. We have been working the same way for 50 years, 50 years of experience and dedication. All fabrics are decatized (washed) and ironed before any other operations in order to give stability to the fabric, the collar and the cuffs. The Client’s measures are taken directly by the owner, Carmen, or by her daughter Roberta. Afterwards they will create the paper pattern on the needs of the client.The different parts of the shirt pattern are exclusively hand-cut. The sewings are made with a pure cotton thread, 10 points per centimeter and blind-stitchings. The collar and the cuffs are made of pure cotton cloth, sewed and non-adhesive, Following the old tradition, in order to avoid gatherings and ungluings. The armhole is sewed offset from the shirt side seam in order to Obtain a better wearability. The buttons are made of the best Australian mother-of-pearl and they are Exclusively hand-sewn.On Client’s demand the shirt can be embellished by hand-sewn monograms, Buttonholes and finishes. In the end, we can say that ours is an elegant and high-class style.

Where are your customers from?

Many customers are from the most important Turin families and from Italy in general, but we also have customers from all around the world. From the United States to the United Kingdom, from Denmark to Switzerland, to Germany.The word-of-mouth has always been our best advertisement.

How important is the quality of cloth that you use and do you have any favoured choice of fabrics?

We have always wanted to have in our store an extremely wide choice of fabrics of the piece, to allow the customer see and touch them, because the quality of a fabric is absolutely critical. We could almost say it’s everything in a shirt! You can work and better wear a high-quality fabric, it lasts longer and it doesn’t lose its beauty. You can recognize a good fabric, you can see it before you even touching it. For those who wear it’s an sort of business card.So we’ve always chosen only double or triple twisted tissues in order to be able to give the customer only a high-quality choice.

Do you feel men today still have an appreciation for traditional tailoring as in previous generations?

We think that today there is a return to the traditional tailoring, especially from the new generations. There are two main reasons: the first one is the low quality of clothes, too often made in countries where there is no care for details and fabrics; the second one is the standardization of clothing that flatten the supply on the market. The fashion sector has imposed rules from which it’s difficult to be free, that’s why those who try to distinguish themselves decide to work with artisans.

Moreover the advent of the internet has allowed people to be well informed on the topic. That has created a very exigent category of new costumers, eager to learn and experiment. Sometimes they are competent, sometimes they think to be at our same level because of the things read on the internet.Despite all this, the web is giving us the opportunity to do always better and to make the traditional tailoring grow. (Weiterlesen…)

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