7. April 2014

Sieben auf einen Streich – Fragen an Christian Böhne

by G. B.

Stilikone: Alexander Graf zu Schönburg Glauchau, trägt Tweed und Cord mit der gleichen freiherrlichen Selbstverständlichkeit wie Smoking.

Anzüge sind … gerne gesehen: die schmale englische Linie aus den besten James/Sean Bond/Connery – Jahren, idealerweise kombiniert mit den Schuhen des JB Daniel Craig von heute.

Lieblingsaccessoire: Es bleiben: Uhr, Ring, Schlüsselanhänger, Geldkartenetui, Gürtel, in schön und guter Qualität.

Männer brauchen … eine gute Frau mit guter Brille und einen besten Freund.

Ich kaufe gerne … gebundene Bücher, immer lesenswert: “Ausgegeizt!” von Uli Burchardt.

Deutsche Männer sind … bisweilen zu ängstlich oder zu euphorisch in der Zusammenstellung ihrer Gesamterscheinung.

Frauen sollten … nicht die Stilfestigung ihres Partners durch “fashionistische” Einwürfe schwächen.

 

Christian Böhne ist Inhaber der gleichnamigen Schuhhandlung im Schloß Salem. Das Unternehmen wurde 1898 in Salem-Stefansfeld von Peter Böhne als Schuhmacherei gegründet und über zwei weitere Generation und die nächsten 100 Jahre zu einem traditionellen Familienschuhhaus weiterentwickelt. Seit 1997, mittlerweile in der vierten Generation, hat man sich wieder auf den gehobenen Schuhhandels konzentriert. Vermutlich ist das Schuhhaus das einzige seiner Art, das in einem Schloß residiert – nämlich im Marstallgebäude auf Schloss Salem.

1. April 2014

Mes Chaussettes Rouge – Strümpfe aus dem Netz

by G. B.

Wir haben uns vergangene Woche ein wenig im Internetz umgesehen und da ist uns doch der sehr gut gemachte Online-Shop des Strumpfspezialisten “Mes Chaussettes Rouges” ins Auge gefallen. Reine Strumpfgeschäfte sind ja in unseren Breitengarden ausgestorben, Strümpfe finden wir heute nur auf Nachfrage in Schubladen bei Herrenausstattern oder in dem einen oder anderen Kaufhaus. Gleichwohl ist der Strumpf  nach unserer Meinung ein zu wichtiger Bestandteil der Garderobe als das er so ein unbeachtetes Schubladendasein führen sollte.

Also dann eben online zum Spezialisten: Ohne großes Zögern haben wir uns  zwei Paar bestellt.  Der rote “Klassiker” von Gammarelli und ein Paar von Mazarin kamen wenige Tage nach des Bestelltung in einem feinen roten Säckchen aufbewahrt und in Seidenpapier eingeschlagen direkt ins Haus.

Neben einer sehr großen Auswahl wirklich interessanter Strümpfe, u.a. auch von eher alltäglichen Produzenten Bresciani und Gallo, ist es vor allem der schnelle und freundliche Service (wir hatten ein kompetentes Telefonat einen sehr angenehmen E-Mail Verkehr) und eine  faire Preisgestaltung, die uns sehr gut gefallen haben. Die Materialauswahl ist ebenfalls beeindruckend, von Baumwolle über Seide bis zu Vikunja (schlappe 520 Euro das Paar) bietet “Mes Chaussettes Rouges” einfach alles, was saisonal oder anlaßbezogen an den Fuß gehört.

26. März 2014

Sanitillo 1970 – Fortsetzung

by G. B.

Wie versprochen, hier noch ein paar Informationen zu Santillo 1970. Die Wurzeln des 1970 gegründeten Unternehmens reichen bis zur kleinen Hemdenmacherei, die ab 1945 von der Großmutter in Neapel betrieben wurde. Bis heute ist die Familie Santillo (Mutter Angela, Vater Giovanni und die Geschwister Annaluve, Saverio und Gennaro) in dem Betrieb – unterstützt von vier Angestellten – tätig. Die Hemden der Santillos, übrigens auch in der RTW Version mit viel Handarbeit produziert, werden durch die  Herstellung von Maßhemden und neuerdings auch Maßanzügen ergänzt. Die Santillos unterhalten einen Showroom in Mailand, werden von ein paar wenigen Boutiquen geführt und sind aber sonst auf der ganzen Welt unterwegs, um Kunden die entsprechenden Stücke anzupassen. Wir haben noch ein nettes Interview mit Gennaro Santillo in dem Blog “The Bespoke Dudes” gefunden.

 

 

19. März 2014

Santillo 1970

by G. B.

Zur verbesserten Unterhaltung der geneigten Leserschaft sind wir derzeit auf Entdeckungsreise – im deutschen Einzelhandel ja leider eher ein Kurztrip – daher auch mit Blick auf  interessante Produkte von taperferen Schneiderlein aus dem Land, wo die Zitronen blühn. Aufgefallen ist uns Santillo 1970. Die Brüder Santillo bieten in ihrem Familienbetrieb interessante handgemachte Hemden zu ebenso interessanten Preisen. Dazu in den nächsten Tagen mehr.

 

5. März 2014

Croots II

by G. B.

Über Croots hatten wir ja mit feundlicher Unterstützung von Amtraq schon einmal berichtet, daher heute ein paar Bilder aus der neuesten Kollektion:

12. Februar 2014

Lanificio Colombo – Cashmere vom Feinsten

by G. B.

Als Familienunternehmen ist Lanificio Colombo einer der letzten verbliebenen Anbieter von Stoffen aus Edelgarnen, der frei vom Zugriff der sogenannten Luxuskonzerne ist. Geführt wird die vom Vater Luigi begründete Edelweberei an den piemontesischen Alpen von Roberto Colombo gemeinsam mit seinem Bruder Giancarlo.

Die Familie Colombo verarbeitet hier Wolle von Kaschmirziege und Yangir, von sibirischem Steinbock, Guanaco, Kamel und Vicuñ – dank des Wassers aus den Alpen in einer unerreicht hohen Qualität. Mit den Stoffen von Colombo werden die wichtigsten Marken der internationalen Modewelt beliefert. Aber Colombo ist nicht nur Auftragsweber, sondern produziert in einer eigenen Manufaktur auch eine sehr hochwertige Damen- und Herrenkollektion, die einen zunehmend größeren Anteil am Umsatz des Unternehmens hat.

Vertrieben werden diese schönen Teile über ein eigenes Ladennetz und via Webshop.

 

27. Januar 2014

Sartoria G. Apo Napoli II

by G. B.

Von der Pitti Uomo (Sie wissen schon, die Messe mit den Vollbärtigen, die alle Ihre Handschuhe in die Brusttasche des Mantels stecken und ganz individuell Pfeife oder Zigarre rauchen) erreichen uns ein paar Bilder der neuen Kollektion von G. Abo Napoli.

 

24. Januar 2014

Im Gespräch mit Nils Holger Moormann

by G. B.

Im Rahmen  unserer täglichen Arbeit für den Süden der Republik haben wir mit Herrn Moormann einen der interessantesten deutschen Designer, Unternehmer und Herbergsväter getroffen. Das Interview, welches wir unseren Slow-Wear Lesern nicht vorenthalten wollen, gibt es hier.

21. Januar 2014

Die Einkaufs-Memmen

by G. B.

Mit der Degradierung des gewöhnlichen Mannes zum Einkaufsbegleiter beschäftigt sich der von uns sehr geschätzte Schlecky Silberstein unter dem Titel „Männer die auf Frauen warten – Impressionen aus den Boutiquen der Welt“. Basierend auf die ernüchternde Fotosammlung  Miserable Men Men that went shopping sehen wir hier eine desillusionierende Auswahl an Männern, die im Fahrwasser einer weiblichen Einkäuferin offenbar jede Selbstachtung verloren haben. Vermutlich entsteht hier gerade ein neues Geschäftsfeld für die selbsternannten Stilberater – wir beobachten das.

3. Januar 2014

Sartoria G. Abo Napoli

by G. B.

Wir haben mittlerweile nicht mehr so häufig gute Nachrichten aus dem textilen (Fach)Betrieb zu vermelden, aber an Weihnachten legten wir uns ein Jackett von G.Abo aus Neapel unter den Christbaum. Interessant ist aus unserer Sicht das Preis/Leistungsverhältnis dieser an vielen Stellen handgearbeitenen Produkte. Denn für den Kurs eines mediokren Designer-Label-Jacketts erhält der Kunde bei G. Abo ein gut gemachtes Teil, das uns sowohl in Verarbeitung als auch in der Passform überzeugt hat. Klar ist G. Abo nicht der sartoriale Wettbewerber zu hangemachten Spitzenprodukten von Sciamat, Colazzo oder Cordone, aber ein Jackett für 650 Euo und Anzüge ab 800 Euro entsprechen eher einem Drittel dessen, was in der selbsternannten Oberklasse von Zegna, Attolini oder Partenopea aufgerufen wird.

Leider ist die Webseite des Herstellers weitaus schlechter als seine Produkte  und so können wir hier nur ein wenig Bildmaterial Marke Eigenrecherche präsentieren. G. Abo ist uns erstmals bei Spiga 3 in Schweden aufgefallen, mittlerweile führen in Deutschland auch H.B. Möller und Diehl und Diehl einige Teile aus der Kollektion. Die Firma ist im Besitz der Cousins Guiseppe und Giancarlo Abo, wurde 1957 gegründet und hat bis vor gut 10 Jahren auschließlich Mäntel in Auftragsarbeit produziert. Wir sind gespannt auf mehr, denn ein so gut gemachtes Produkt mit einer vernünftigen Preisgestaltung haben wir schon lange nicht mehr gesehen.

 

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