24. April 2016

Reigning Men: Fashion in Menswear

by G. B.

 

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The Los Angeles County Museum of Art (LACMA) presents Reigning Men: Fashion in Menswear, 1715–2015, a major survey exploring the history of men’s fashionable dress from the 18th to the early 21st century. Reexamining the frequent association of “fashion” with “femininity,” the five thematic sections of the exhibition’s 300-year survey—Revolution/Evolution, East/West, Uniformity, Body Consciousness, and The Splendid Man—reveal that early fashion trends were informed by what men were wearing, as much as they were by women’s dress.

In the 18th century, the male aristocrat wore a three-piece suit conspicuous in make and style and equally as lavish as the opulent dress of his female counterpart; the 19th-century dandy made famous a more refined brand of expensive elegance; the 20th-century mod relished in colorful and modern styles; and the 21st century man—in an ultra-chic suit by day and a flowered tuxedo by night—redefines today’s concept of masculinity.

17. April 2016

Im Gespräch mit Alessandro Dambrosio

by G. B.

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Wir trafen in München den italienischen Designer Alessandro Dambrosio. Der in Mailand geborene 42jährige Manager ist unter anderem verantwortlich für Volkswagen Group Design Interbrand Projects und leitet das Konzerndesignstudio in Braunschweig sowie das Audi Konzept Design Studio in München. Er engagiert sich darüber hinaus im Rahmen von „Moving Milan“ und dem „Audi Uni-verse“ sehr intensiv für den Design-Nachwuchs.

Beschreiben Sie uns bitte Ihre Aufgaben

Gerne. Seit 2014 bin ich Leiter des Konzept Design Studios in München und arbeite mit den beiden Teams Automotive Design und Industrial Design. In beiden Bereichen entwickeln wir Konzepte und unterstützen die Marken Audi, Lamborghini und Ducati mit Inspiration und Ideen. Wir sehen uns dabei als Creative Pool.

Im Audi Industrial Design steckt sehr großes Potential – durch die vielseitigen Themen, Projekte und Partnerschaften können wir auf besondere Art und Weise die Markenwerte von Audi unterstreichen. Gleichzeitig bauen wir ein Netzwerk zu Top-Partnern und Top-Marken wie zum Beispiel Leica oder Boesendorfer auf und positionieren Audi damit noch stärker als Designmarke.

Was begeistert Sie daran?

Es begeistert mich, mit so einem tollen und kreativen Team zusammen zu arbeiten. Es ist beeindruckend, wie inspiriert und mit welchem Herzblut das Team zu Werke geht. Spannend finde ich auch das Netzwerk, in das wir eingebunden sind und das wir mit unserer Arbeit bereichern können. Ich empfinde die Kontakte zu den anderen Designern im Volkswagen Konzern und den anderen Marken der Audi Group sehr spannend.

Unsere Arbeit setzt ein hohes Maß an Kreativität voraus. Das ermöglicht uns, Ideen umzusetzen und ganz konkret die Zukunft von Audi mitzugestalten. Ich habe eine große Leidenschaft für die Themen Auto, Motorrad und Produktdesign – und die kann ich hier in meiner Funktion einbringen.

Welchen Ihrer Entwürfe/Designs halten Sie für am meisten gelungen?

Ich liebe alle meine Projekte! Jedes neue Projekt ist für mich eine neue Möglichkeit, etwas dazu zu lernen und zu gestalten. Wenn ich zwei Projekte herausheben muss, dann diese:

Der Lamborghini Egoista. Eine Designstudie, die wir zum 50-jährigen Bestehen von Lamborghini gestaltet haben. Sie wird durch Inspirationen aus dem Flugzeugbau ergänzt – und das im Exterieur wie auch im Interieur. Dabei haben wir bewusst auf den intelligenten Einsatz von Materialien geachtet. Damit steht diese Studie ganz in der Tradition der Marke Lamborghini.

Und die Leica T, eine Premium Systemkamera. Leica passt ganz hervorragend zu Audi. Es ist uns gelungen, die DNA der beiden Traditionsmarken miteinander zu verbinden und ein Produkt zu gestalten, das durch Reduktion, Hochwertigkeit, Präzision und Progressivität überzeugt. Bestätigung haben wir unter anderem durch den Gewinn des Red Dot Designpreises und des iF Awards bekommen.

Sie sind ja in der Nähe der VW Teststrecke in Nardò groß geworden, haben Autos Sie schon immer fasziniert?

Als kleiner Junge habe ich so manche Ferien in der Nähe von Nardò verbracht, das stimmt. Ob mich Autos schon immer fasziniert haben? Aber ja, natürlich. Ich mag gerne schöne und schnelle Autos – davon habe ich schon immer geträumt. Alles hat mit dem Volkswagen Golf GTI angefangen. Mein erstes Auto. Schwarz. Der Kleine war leicht und schnell, das Design kam von Giugiaro. Ein tolles Auto…

Am anderen Ende des Spektrums: der Lamborghini Countach, gestaltet von Marcello Gandini. Dieser Supersportwagen war seiner Zeit weit voraus – Science Fiction für die Straße. Ich mochte aber auch schon immer die Alfa Giulietta SS von Bertone – und die Giulia als grünes Polizeiauto. Die sah man damals in jedem Film. Ich habe mich gleich in dieses aerodynamische Heck verliebt. Das beste Auto der Welt ist für mich der Lamborghini Miura – sehr leidenschaftlich.

Neben all den Autos mag ich aber auch gerne Motorräder. In meiner Garage steht eine Ducati Scrambler – die mag ich sehr. Und daneben eine Vespa. Natürlich.

 Gibt es im Design nationale Unterschiede?

Ja, ich denke schon. Ich glaube, in Nordeuropa legen Designer viel mehr Wert auf Funktionalität und Reduktion. Man kennt das ja: Form follows function. Oder: Reduktion auf das Wesentliche. Ich liebe präzises Design, vor allem präzises Design aus Deutschland. Im Süden Europas spielen Emotion und Gefühl eine sehr große Rolle. Hier ist Design ein Lebensgefühl. Ich finde aber, dass sich beides – Präzision und Gefühl – sehr gut miteinander kombinieren lassen.

Welche Produkte haben Sie als Designer geprägt/beeinflusst?

Ich habe Industrial Design studiert – an meiner Hochschule wurde die Tradition des Bauhaus gelehrt. Deshalb kam ich schon früh mit Entwürfen von Gropius, Itten, Breuer und van der Rohe in Kontakt. Ich habe schon immer die Gradlinigkeit, die Reduktion und die Funktionalität des Bauhauses gemocht. Als Italiener mag ich natürlich auch italienisches Design, zum Beispiel das Design der 50er und 60er Jahre, besonders das Design eines Castiglioni, Albini, Colombo, Gio Ponti, etc.

Auch Philippe Starck hat mich beeinflusst – er steht für charakterstarkes Design und entwickelt sich ständig weiter, erfindet sich permanent neu. Heute führt kein Weg an Apple und damit an Dieter Rams und Jonathan Ive vorbei. Deren Arbeit schätze ich wirklich sehr – sie ist zeitlos, durchdacht und nachhaltig.

Und dann gibt es noch den Automotive-Bereich, die italienischen Klassiker von Carozzeria Touring, Bertone und Pininfarina. Um noch ein Produkt als Einfluss zu nennen: der Citroen DS, die Göttin, ist ein einzigartiger Klassiker – neben dem Lamborghini Miura vielleicht das schönste Auto der Welt. Gestaltet wurde sie von Flaminio Bertoni.

Jenseits der Autobranche: Dem deutschen Mann wird ja gerne eine größere Nähe zur Gestaltung seines PKWs als zu seiner eigenen nachgesagt. Wie erleben Sie das im Vergleich zu Italien?

Ach, ich glaube, das sind Klischees. Für mich ist das eine Frage des persönlichen Lifestyles. Die Liebe zum Auto findet sich, meiner Erfahrung nach, bei beiden Nationen gleichermaßen wieder. Ich kenne aber im Gegenzug auch Italiener und Deutsche, die großen Wert auf Ihr Äußeres legen, jedoch keinen großen Wert auf Automobile.

Wir leben in einer Zeit, die sich permanent weiterentwickelt, die sich verändert. Es ist doch schön, dass es so viele Möglichkeiten gibt – so kann jeder leben, wie er es am liebsten möchte.

Wie beschrieben Sie Ihre Ansprüche hinsichtlich Ihrer persönlichen Gestaltung?

Mit einem Wort: elegant. Ich kombiniere sehr gerne – als Ausdruck meiner Persönlichkeit, als Ausdruck von Individualität. Mode ist mir sehr wichtig. Ich glaube, sie unterstreicht den Charakter.

Was ist für Sie bei Herrenbekleidung wichtig?

Ich mag keine modischen Trends, laufe nicht aktuellen Strömungen hinterher. Auch hier ist mir Zeitlosigkeit sehr wichtig. Bei der Auswahl der Bekleidung achte ich besonders auf Qualität. Und ich muss mich wohlfühlen.

Ist Handarbeit überflüssig?

Nein, zum Glück ist Handarbeit überhaupt nicht überflüssig – wird es auch nie sein. Ich halte Handarbeit und Manufakturen für sehr wichtig, denn sie stehen für Können und hohe Qualität – und damit auch für Nachhaltigkeit. Handwerk hat Tradition, das Können und die Erfahrung wird von Generation zu Generation weitergegeben. Somit steht der Mensch im Mittelpunkt und nicht die Maschine.

Für mich ist der Kauf bei einem Handwerksmeister eine emotionale Angelegenheit. Das Produkt aus einer Manufaktur erzählt immer eine Geschichte – etwas, das dieses Produkt von einem vergleichbaren unterscheidet. Der Mensch überträgt seinen Charakter auf sein Produkt.

Wo kaufen Sie ein?

Ich mag Maßanzüge – sie stehen für Präzision, Handarbeit und Individualität. Ein Schneider kann mir die Qualität anbieten, die mir sehr wichtig ist. Ich mag Sartoria Colazzo in Martano sehr – Alessandro Colazzo und ich sind befreundet und ich vertraue ihm völlig.

 

 

3. April 2016

Feine Accessoires von Kreis

by G. B.

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Die Muster der Kreis-Ledermanufaktur für die Slow-Wear Treffen in München und Frankfurt  sind eingetroffen. Es gibt vor Ort allerdings noch weit mehr zu sehen.

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Portemonaie in kleiner Ausführung – sogenannte Biergartenversion

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Brillenetui

 

Farbpalette für die Auswahl des Innenfutter aus Kängeruh-Leder

Farbpalette für die Auswahl des Innenfutters aus Kängeruh-Leder

 

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Alligator-Leder Brieftasche mit Innenfutter nach Wunsch

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Etui für zwei Stifte

1. April 2016

Ulf Poschardt über die neue Uniform der Mittelschicht

by G. B.

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Zur ästhetischen Bedeutung von Funktionbekleidung im Alltag ist eigentlich alles gesagt. Aber Ulf Poschardt, der stellvertretende Chefredakteur der Zeitung „Die Welt“, hat unter dem Titel „Hurra wir funktionieren noch!“ einen sprachlich und analytisch brillianten Text zum Thema verfasst, den wir auch hier in aller Demut verbreiten wollen.

Zitat:

„Wo James Bond auf Maßanzügen, Ledersohlen und guten Krawatten besteht, wenn er von Hochhäusern stürzt oder auf rasenden Zügen entlangbalanciert, entscheidet sich die deutsche Mittelschicht selbst bei der Fahrt in der U-Bahn oder dem Gang zu Edeka für Action-Heldenkostüme im Nordic-Walking-Remix. Verkörpert Bond die britische Idee, dass Stil und Haltung alles sei und dass es keine Katastrophe und Extremsituation gebe, die eine nachlässige Bekleidung erlaube, hält das Wolfskin-Volk mit Hang zu Bi- und Tricolor-Goretext-Aufzügen wenig von diesen Anforderungen. Angela Merkel, die mächtigste Frau der Welt, pflegt im Urlaub den Freizeitlook des Wolfskin-Biedermeiers. Sie ist dabei ihrem Volk ganz nahe. Sie verkörpert so auch die sozialdemokratische Antithese zum Brioni-Kanzler Schröder und zu seinem Dreiteiler-Vize Fischer.“

Der ganze Artikel steht hier.

22. März 2016

Sieben auf einen Streich – Fragen an Gerlind Hector

by G. B.

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Stilikone: Da aktuelle Stars ihren Look leider vom Stylisten bestimmen lassen, bleibt wohl nur die alte Liga. Bei den Herren: Cary Grant oder Montgomery Clift. Wer’s lässiger mag, sollte bei Steve McQueen nachschauen. Bei den Damen kommt mir gerade nur Audrey Hepburn in den Sinn.

Anzüge sind … ein echter Glücksfall für Männer mit kleinen Figurproblemen. Denn ein gut geschnittenes Modell ersetzt glatt das Fitness-Studio und kann aus einem Hanswurst durchaus einen Mann mit Format machen – zumindest äußerlich.

Lieblingsaccessoire: „Eine schöne Hand ziert den ganzen Menschen” wusste schon Heinrich Heine. Daher habe ich immer top gepflegte Hände und würde niemals ohne Nagellack das Haus verlassen. Niemals!

Männer brauchen … weniger „Mein Auto, mein Haus, meine Boot …”. Stattdessen mehr Authentizität, Humor und Gelassenheit.

Ich kaufe gerne … außer Nagellack? Natürlich Schokolade!

Deutsche Männer sind … vielleicht nicht so lustig wie Italiener, nicht so charmant wie Franzosen, nicht so zuvorkommend wie Briten. Aber das Gesamtpaket finde ich extrem überzeugend.

Frauen sollten … vor allem sie selbst sein, andere Frauen nicht als Konkurrentinnen auffassen und nicht so sehr darauf schielen, was Männer sexy finden.

 

Gerlind Hector arbeitet seit über 20 Jahren als Modejournalistin, vor allem für Print-Medien und als Dozentin. Mit Fair-Fashion.net hat sie ein eigenes Online-Magazin gegründet. Denn es gibt nach ihrer Ansicht jede Menge nachhaltig produzierender Hersteller, die Ethik und Ästhetik gekonnt miteinander verbinden. Denen will sie eine Plattform bieten – und gleichzeitig modeinteressierten Menschen zeigen, dass man nicht auf Stil und Coolness verzichten muss, wenn man faire Mode trägt.

15. März 2016

Slow-Wear in München und Frankfurt

by G. B.

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Individualität, Maßarbeit und handwerkliche Fertigung sind seit Jahren unsere Mission.  Seit kurzem organisiert Slow-Wear an besonderen und inspirierenden Orten private Veranstaltungen, bei denen sich ausgewählte Hersteller präsentieren. Hier gilt: Echte Exklusivität ist rar. Denn alle vorgestellten Manufakturen bieten ausgewählte Produkte nur im Rahmen der Slow-Wear Treffen an.

Termine:

München: 15. und 16. April, 10:00 bis 18:00 Uhr, „Bar Brasil“ Museum Fünf Kontinente, Maximilianstraße 42.

Frankfurt/Main: 18. und 19. April, 10:00 bis 19:00 Uhr, Atelier Sietzky und Kahlcke, Niddastraße 59.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung ist erwünscht und garantiert die bestmögliche persönliche Beratung vor Ort.

An Bord:

Die Sartoria Colazzo schneidert in Handarbeit seit 50 Jahren Herrenbekleidung in Martano/Apulien. In dem Familienbetrieb fertigen Vater Arcangelo Colazzo und seine Söhne Alessandro und Giovanni in klassischer Schneidertradition Maßbekleidung.

Lilian Fock aus Nardò/Apulien ist seit 20 Jahren als Hemdenmacherin bekannt. Ihre Hemden, deren einzigartiger Schnitt und Verarbeitung das Ergebnis jahrelanger Erfahrungen sind, werden ausschließlich per Hand in Neapel genäht.

Die Kreis Ledermanufaktur ist ein Familienbetrieb aus dem hessischen Obertshausen, deren Gürtel und Accessoires zu den besten Produkten ihrer Klasse zählen In Kooperation mit Slow-Wear hat Kreis eine kleine Kollektion Krokodilleder-Accessoires entwickelt, deren Ausstattung nach Kundenwunsch gefertigt werden kann.

PAM Orfebria aus Palma de Mallorca steht für traditionelle Goldschmiedekunst und ansprechendes Design. Für Slow-Wear ist eine Kollektion von Manschettenknöpfen entstanden, die nach Kundenwunsch in Handarbeit gefertigt werden.

Leonard Kahlcke ist Schuhdesigner aus Frankfurt/Main. Die Schuhe von Herrn Kahlcke werden ausschließlich per Hand gefertigt. Machart und Modifikation sind ebenso wählbar, wie gewünschte oder nötige Nuancen in der Passform und Schnittführung. Die Herstellung übernimmt ein Familienbetrieb in Österreich.

Anmeldungen und Fragen bitte an gb(at)slow-wear.de.

 

14. März 2016

Leonard Kahlcke – Get in where you fit in

by G. B.

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Zum anstrengenden Teil des Bekleidungsthemas gehört das dumpfe Gefühl, dass zwischen Scheitel und Sohle irgendwie alles schon mal da war und selbst das Dagewesene von faden Gentleman-Darstellern im Rahmen ihrer gefühlten Deutungshoheit nur wiedergekaut wird. Aber weit gefehlt: Mit Leonard Kahlcke betritt ein Schuhdesigner und Leistenentwickler die Bühne, der sich anschickt in diesem bodenständigen Segment der Herrenbekleidung für frischen Wind zwischen den Zehen zu sorgen.

Photo Wolfgang Leihener

Photo Wolfgang Leihener

Aber von Anfang an. Der Frankfurter Leonard Kahlcke hat Kunst und Design an der HfG in Offenbach studiert und intensive Menschenkenntnis und Managementerfahrungen bei der Leitung eines Frankfurter Untergrund-Nachtclubs gesammelt. Versehen mit einigen Stipendien begann Kahlcke im Jahr 2009 in Rotterdam mit seiner ersten Schuhkollektion. Er erhielt in der Folge das Stipendium der „Worshipful Company of Cordwainers“ am London College of Fashion und schloß dort sein Studium des Schuhdesigns ab. Seine Abschlußkollektion wurde 2012 in London mit dem „Dato Jimmy Choo Award“ ausgezeichnet und beim International Talent Support 2013 in Triest gewann er den Preis „Accessory collection of the year“.

In Frankfurt an der Neuen Mainzer Straße 22 unterhält er seit zwei Wochen das „Schuhatelier Leonard Kahlcke„. Hier – auf rund sieben Quadratmetern in den Räumen der legendären Antiquitätenhändlerin Cornelia C. Barras – zeigt der Meister einige seiner Entwürfe, vor allem aber lagern hier rund 45 Paar Schuhe in unterschiedlichen Größen und Weiten, die Kahlcke als Basis für die Ermittlung der perfekten Paßform selbst entwickelt hat.

Der Schuh entsteht immer in direkten Dialog mit Leonard Kahlcke – der übrigens ein enorm kenntnisreicher und angenehmer Gesprächspartner ist. Machart und Modifikation sind ebenso wählbar, wie gewünschte oder nötige Nuancen in der Passform und Schnittführung. Die Schuhe von Herrn Kahlcke werden ausschließlich per Hand gefertigt, der aus seiner Sicht einzige Weg um seinen Ansprüchen an Paßform und Ästhetik gerecht zu werden. Die Herstellung übernimmt ein Familienbetrieb in Österreich, der seit Generationen für höchste handwerkliche Kompetenz steht. Auch die Lederauswahl ist beeindruckend – Leonard Kahlcke will nichts, aber auch garnichts bei seinen Schuhen dem Zufall überlassen.

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Und so ist in Frankfurt ein Platz entstanden, an dem Mann sich einen schönen Schuh anfertigen lassen kann und dabei sehr gut und kenntnisreich beraten wird. Die Frische, mit der der „Seiteneinsteiger“ Kahlcke hier dem Regiment der tradierten Produzenten auf die eingeschlafenen Füße tritt, gibt Hoffnung. Und richtig gute Schuhe. Lieferzeit sieben bis 12 Wochen. Preise ab 880 Euro.

5. März 2016

Glückskäfer – es gibt Formen die man nicht verbessern kann

by G. B.

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Nach dem Vorbild eines Art Déco Manschettenknopfes hat die Goldschmiedin Pamela Harig eine kleine Kollektion von Manschettenknöpfen mit Skarabäen entwickelt. Angeregt durch archäologischen Forschung – im Jahr 1922 wurde die Grabkammer des legendären ägyptischen Königs Tutanchamun entdeckt – übernahm der Art Déco Gestaltungselemente wie das Motiv des Skarabäus für Schmuckstücke.

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Die Glückskäfer sind nach dem Vorbild des Heiligen Pillendrehers (Scarabaeus sacer) entstanden, ausser für Glück stehen sie auch als Symbol der Schöpferkraft. Kurzum: Mehr geht nicht an der Manschetten.

Die Manschettenknöpfe von Pamela Harig sind mit Skarabäen aus Lapislazuli, Onyx, Bergkristall und Phrenit besetzt, die in Idar-Oberstein geschliffen werden.

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Der Rest entsteht in der Golschmiede Orfebria PAM in Palma de Mallorca in Handarbeit. Alle Farbkombinationen sind möglich, dazu doppelte Skarabäen oder die Kombination eines Skrabäus mit einer Halbedelstein-Kugel aus Lapislazuli oder Zitronen-Chrysopras.

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Die Ausführung in Sterling-Silber kostet in der Version Skarabäus & Skarabäus 550,00 Euro in der Kombination Skarabbäus und Kugel 450,00 Euro. Alle Manschettenknöpfe enstehen made to order.

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Wer neugierig ist, kann die schmucken Teile bei den kommenden Slow-Wear Veranstaltungen in München (15. und 16. April) oder Frankfurt (18. und 19. April) besichtigen.

1. März 2016

w’lfg’ang: Sturm und Drang

by G. B.

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Wolfgang Jarnach hat nun auch einen Webshop für seine Marke w’lfg’ng etabliert. Hier gibt es gute gemachte Kleidung rund um nasses, kaltes oder sonstwie unschönes Wetter. Für die eher konservativen Kunden bietet sein neuer Regenmantel „Mac“ eine gelungene Symbiose auf klassischem Auftritt, gepaart mit sportlichem Schnitt und der vollen Ladung an Funktionalität.

Der Mac ist inspiriert von klassischer britischer Regenbekleidung. Klares Design mit verdeckter Knopfleiste und zwei Patten-Taschen außen gehen als Begleiter zum Anzug auch gut. In stürmischen Zeiten werden der Kragen und die Kapuze zusätzlich mit einer Stormflap geschlossen. Die Kapuze kann glücklicherweise sofort wieder vom Mantel abgetrennt werden.

Der regenfeste „Doubleface“-Oberstoff, mit einer navy- und einer sandfarbenen Seite, ist von „The British Millerain“ und wird aus zwei leichten miteinander verbundenen Baumwollköpern gefertigt. Diese Verbindung, gepaart mit der wasserabweisenden Behandlung des Stoffes, halten den Träger des Mantels auch am Hallig Hooge trocken. Und um die Ingenieursleistung zu vervollständigen wurden zusätzlich alle Nähte versiegelt. Der Regenmantel kann einfach über das interne Reißverschluss-System mit einer Leichtdaunen-Weste kombiniert werden und schützt so ganzjährig vor Nässe und Kälte.

26. Februar 2016

Frank Landau zeigt Kunst und Design nach 1945

by G. B.

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Frank Landau beschäftigt sich in seiner neuesten Ausstellung mit der Frage wo Kunst aufhört, Design anfängt und umgekehrt.

Vom 3. März bis zum 16. April 2016 zeigt er in seinen Galerieräumen in der Braubachstraße die Arbeiten von „Grenzgängern“ aus Kunst, Design und Architektur.

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Zu sehen und zu kaufen gibt es Objekte von Otl Aicher, Thomas Bayrle, Karl Duschek, Egon Eiermann, Hermann Glöckner, Herbert Hirche, Walter Papst, Ingo Maurer, Dieter Rams und Anton Stankowski.

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Vernissage: Mittwoch, 2. März 2016 – 19.00 Uhr

 

 

 

 

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